Börse Tokio: US-Daten sorgen für Zurückhaltung in Asien

Börse Tokio
US-Daten sorgen für Zurückhaltung in Asien

Die Kursrally vom Vortag hat nicht lange angehalten: Die japanische Börse verzeichnet wieder Verluste. Mitsubishi-Aktien geben nach, auch Honda-Papiere sacken ab. Canon legt gegen den Trend zu.
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TokioDie Anleger an den asiatischen Aktienmärkten haben sich am Mittwoch nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA zurückhaltend gezeigt. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan notierte nahezu unverändert. Händler hatten vor allem die chinesische Zentralbank im Blick, die am Dienstag Kapital vom Geldmarkt abgezogen hatte.

Nach einer unerwartet hohen Kreditvergabe der Banken zum Jahresanfang wollten die chinesischen Währungshüter die Zügel wieder etwas anziehen. Da weitere Schritte am Mittwoch ausblieben, zeigten sich Investoren in Shanghai erleichtert und verhalfen dem Index zu einem Plus von 0,9 Prozent.

Dagegen ging es in Tokio nach unten: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,5 Prozent auf 14.766 Punkte, nachdem er am Dienstag noch mehr als drei Prozent gestiegen war. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen bei Finanztiteln und Exportwerten, die zuvor besonders deutlich zugelegt hatten. Grund für die Rally war die Entscheidung der japanischen Notenbank, Kreditprogramme auszuweiten, damit Unternehmen leichter an frisches Geld kommen.

Unter den Finanzwerten büßten die Papiere der Mitsubishi UFJ Financial Group und der Sumitomo Mitsui Financial Group jeweils 0,8 Prozent ein. Bei den Exporteuren gingen die Aktienkurse von Honda sowie von Sony um 1,8 Prozent in den Keller. Gegen den Trend konnten sich in Tokio Canon-Papiere mit einem Plus von zwei Prozent behaupten, nachdem der Digitalkamerahersteller ein Aktienrückkaufprogramm verkündet hatte.

Zuvor hatten die Standardwerte an den US-Börsen kaum verändert geschlossen. Neue Konjunkturdaten fielen überraschend schwach aus. So sank der Index der New Yorker Fed für das Verarbeitende Gewerbe im Februar unerwartet kräftig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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