Börse Tokio
US-Währungshüter irritieren Anleger

Die Anleger in Tokio sind verunsichert, weil erneut von Seiten der US-Notenbank über das Ende der Konjunkturhilfen spekuliert wird. Vor allem Sony und Toyota bekamen das zu spüren.
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TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag nach zahlreichen Wortmeldungen wichtiger europäischer und amerikanischer Zentralbanker überwiegend schwächer tendiert. Händler sagten allerdings, die Notenbanker hätten im Kern nichts Neues gesagt.

EZB-Präsident Mario Draghi wiederholte, in Europa würden die Zinsen bis auf weiteres auf dem aktuell niedrigen Niveau bleiben. Der US-Notenbanker William Dudley, der als enger Vertrauter des Fed-Chefs Ben Bernanke gilt, bekräftigte, dass der Zeitplan der Fed für Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik stehe.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,4 Prozent, auch wegen der schwächeren Vorgaben aus den USA. In Japan, wo die Märkte am Montag wegen eines Feiertags geschlossen waren, ging der 225 Werte umfassende Tokioter Leitindex Nikkei 0,1 Prozent schwächer aus dem Handel bei 14.732 Punkten. Zu den Verlierern in Tokio zählten vor allem Exportwerte wie Sony und Toyota. Sony-Aktien gaben 1,6 Prozent nach, die Aktien des Autobauers um 0,6 Prozent.

Auch an der Wall Street hatten neue Spekulationen über eine Straffung der US-Geldpolitik die Kauflaune getrübt. Anleger zeigten sich verunsichert über Äußerungen führender US-Notenbankvertreter, wonach eine Drosselung der milliardenschweren Konjunkturhilfen doch noch in diesem Jahr anstehen könnte. Bei den Devisen waren die Ausschläge gering. Der Euro tendierte in Fernost mit 1,3503 Dollar kaum verändert zum New Yorker Schlussniveau.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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