Börse Tokio
Verhaltener Wochenstart an Asiens Börsen

Gegen den negativen Trend in der Region behauptete sich der Aktienmarkt in Tokio. Die jüngste Schwäche des Yen stützte die Kurse.
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TokioAn den Börsen Asiens sind die Anleger zum Wochenbeginn größtenteils in der Defensive geblieben. Gegen den negativen Trend konnte sich am Montag allerdings der Aktienmarkt in Tokio behaupten, wo die jüngste Schwäche des Yen die Kurse stützte. Ansonsten sorgten sich Börsianer vor allem um die Gewinnaussichten der Unternehmen wegen der Abkühlung der Weltkonjunktur. Unter Druck standen an den Märkten außerhalb Japans insbesondere Rohstoffwerte und Technologietitel. "Wir nähern uns der Zeit, in der die Ausblicke auf die Ergebnisse kommen", erläuterte Kim Sung-bong von Samsung Securities. "Einige Prognosekorrekturen könnten einzelne Sektoren bewegen. Doch der breite Markt wird wahrscheinlich noch bis nächste Woche in dieser ruhigen, ziellosen Verfassung bleiben."

Der MSCI-Index für Aktien aus der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans sank um 0,6 Prozent. Zuversichtlicher präsentierten sich dagegen die Investoren in Japan, wo die Kurse seit Jahresbeginn besonders stark zugelegt haben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,1 Prozent höher auf 10.018 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index lag 0,1 Prozent im Minus auf 852 Zählern. Marktexperten verwiesen insbesondere auf die üppige Versorgung mit Geld der Zentralbanken, das sich seine Anlagemöglichkeiten suche. "Die Aktien, die hier zulegen - Immobilien, Finanzen, Eisen und Stahl - , all das sind Aktien mit Hang zur Blasenbildung, sie steigen als Folge der Geldpolitik", sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

Der Teilindex für Immobilienwerte stieg um 0,1 Prozent, der für Stahltitel um 0,4 Prozent. Auch andere Rohstoffwerte wie Mitsubishi Materials und Sumitomo Metal Mining gingen mit Gewinnen aus dem Handel.

An den Devisenmärkten in Fernost notierte der Euro mit 1,3260 Dollar und damit knapp unter seinem am Freitag markierten Drei-Wochen-Hoch von 1,3293 Dollar. Vor wichtigen Ereignissen dieser Woche wie der Veröffentlichung des deutschen Ifo-Index am Montag, Anleiheauktionen in Italien sowie einem Treffen der Euro-Finanzminister hielten sich die Anleger zurück. Zur japanischen Währung zog der Dollar an und notierte mit 82,70 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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