Börse Tokio
Wall Street zieht asiatische Börsen ins Minus

Die Anleger in Fernost haben sich am Mittwoch nach negativen Vorgaben der Wall Street mit Käufen zurückgehalten. Enttäuschende Nachrichten von Einzelhandelskonzernen sorgten für schlechte Stimmung.
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TokioDie Anleger in Fernost haben sich am Mittwoch nach negativen Vorgaben der Wall Street mit Käufen zurückgehalten. Enttäuschende Nachrichten von Einzelhandelskonzernen sowie andere Unternehmensneuigkeiten deuteten aus Sicht vieler Investoren darauf hin, dass die US-Konjunktur nach dem harten Winter noch nicht richtig auf Touren kommt. Auch die Verhängung des Kriegsrechts in Thailand nach monatelangen Protesten gegen die Regierung trübte die Stimmung ein.

Der MSCI-Index für asiatische Aktienmärkte außerhalb Japans lag 0,1 Prozent im Minus. In Tokio verlor der Nikkei-Index mehr als 0,2 Prozent auf 14.042 Punkte. In Japan zeigten zwar kurz vor Handelsbeginn veröffentlichte Export-Zahlen ein unerwartet hohes Plus von 5,1 Prozent, nachdem im März die Ausfuhren trotz des billigen Yen mit 1,8 Prozent nur wenig zugelegt hatten. Zugleich war der April aber der 22. Monat in Folge, in dem Japan mehr Waren und Dienstleistungen importierte als exportierte.

Wie erwartet behält die japanische Notenbank ihre extrem lockere Geldpolitik bei. Mit Wertpapierkäufen in Milliardenhöhe will die Bank of Japan (BOJ) in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt das Wachstum ankurbeln und die Inflationsrate an die Marke von zwei Prozent zu bringen. Japan steckt seit rund 15 Jahren in einer Deflation.

Der Euro zeigte sich in Fernost kaum verändert. Ein Euro wurde mit 1,3704 Dollar bewertet. Der Dollar verlor gegenüber dem Yen 0,1 Prozent und wurde mit 101,22 Yen gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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