Börse Tokio
Weltweite Krisen drücken Japans Aktienmarkt

Die Krise in der Ukraine und die Genehmigung von US-Luftangriffen im Nordirak verunsichern die Anleger an der Börse in Tokio. Die beiden großen Indizes Nikkei und Topix verlieren deutlich.
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TokioDie anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Irak haben am Freitag für Verunsicherung an den Fernost-Börsen gesorgt. Die Märkte weiteten ihre Verluste aus, nachdem US-Präsident Barack Obama gezielte Luftschläge gegen die sunnitische Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) im Nordirak genehmigte. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans fiel um knapp ein Prozent. Der Nikkei der 225 führenden Werte schloss mit fast drei Prozent im Minus bei 14.778 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 2,37 Prozent auf 1228 Zähler. Für positive Impulse sorgten chinesische Exportdaten.

Investoren befürchteten negative Auswirkungen auf das weltweite Wirtschaftswachstum durch die wachsende Konfrontation des Westens mit Russland in der Ukraine-Krise. Verschärft wurde der Abwärtstrend durch die Entwicklungen im Irak. Für Enttäuschung sorgte auch, dass die Europäische Zentralbank (EZB) keine Signale für baldige Geldspritzen gab und sich EZB-Chef Mario Draghi zurückhaltend über die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone äußerte. Die Veröffentlichung der chinesischen Exportdaten für Juli konnte die Stimmung an den Märkten etwas aufhellen, sorgte aber für keinen Umschwung. Exportweltmeister China hat seine Ausfuhren im Juli überraschend kräftig gesteigert, während die Importe unerwartet sanken.

Die Börse in Hongkong tendierte mit 0,08 Prozent im Minus. Der Aktienmarkt in Seoul verlor 1,14 Prozent. Auch in Taiwan, Singapur wurden Verluste verzeichnet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse Tokio: Weltweite Krisen drücken Japans Aktienmarkt"

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  • ... da bekommt unser Dax heut keine Fluegel...

    Unter 9000 ... Ha ha..

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