Börse Tokio
Yen schießt auf Nachkriegsrekord – Nikkei fällt deutlich

Die Erholung an Tokios währte nicht lange. Neue Hiobsbotschaften aus Fukushima gibt es zwar bisher nicht. Doch dafür bereitet der Yen den Japanern große Sorge. Die Landeswährung ist so teuer wie nie zuvor.
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TokioEin Kurssprung der Landeswährung Yen hat die Unsicherheit am Japans Börse verschärft. Einen Tag nach der Gegenbewegung des Nikkei-Index nach dem stärksten Zweitagesverlust seit 1987 ging es an der Tokioter Börse schon wieder deutlich abwärts. Der Nikkei-Index beendete den Handel 1,4 Prozent im Minus bei 8.962 Punkten, nachdem er zuvor in der Spitze bis auf 8.639 Punkte gefallen war. Der marktbreite Topix-Index verlor 0,8 Prozent auf 810 Punkte.

Der Yen schoss in der Spitze um vier Prozent nach oben. Auslöser waren zunächst Spekulationen, japanische Versicherer müssten Anlagen aus dem Ausland abziehen und repatriieren, um die massiven Ansprüche nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom vergangenen Freitag bedienen zu können. 

Durch den starken Anstieg des Yen wurden bei zahlreichen Investoren, die gegen die japanische Währung gewettet hatten, Stop-Loss-Marken gerissen, was  weitere Käufe auslöste. Auf dem Höhepunkt der Bewegung trieb das den Yen im elektronischen Handel  bis auf einen Kurs von 76,26 Yen je Dollar - so teuer war er nie zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg.

"Es herrscht Chaos", sagte ein Händler der Australian Bank in Sydney. "Binnen Sekunden macht der Yen große Sprünge. Viele Leute rufen nach der Zentralbank, damit sie eingreift."

Gerüchte über eine Intervention der Bank of Japan sorgten im Handelsverlauf denn auch für eine Entspannung: Im späten Handel lag die japanische Währung wieder bei 79,19 Yen je Dollar. Allerdings betonte Japans Wirtschaftsminister, dass eine Intervention der sieben führenden Industrieländer (G7) am Devisenmarkt nicht nötig sei. Die Auswirkungen des Jahrhundertbebens auf die Wirtschaft seien begrenzt, sagte der Minister in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

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  • Wenn TEPCO über 60 Prozent des Börsenwertes verloren hat, ist es die richtige Zeit das E.O.N, RWE oder Siemens das Unternehmen kaufen.

    Strom wird auch Morgen gebraucht.


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