Börse und das Referendum
Dax im Sonntagshandel im Minus

Bei verschiedenen Finanz-Dienstleistern kann auch am Sonntag etwa in Dax-Aktien investiert werden. Vor Bekanntwerden des griechischen Referendum-Ergebnisses liegt der Index dort fast zwei Prozent im Minus.
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DüsseldorfIm außerbörslichen Handel notiert der Deutsche Aktienindex (Dax) am Sonntagabend zunächst etwa ein bis 1,5 Prozent im Minus – je nach Anbieter. Mit Bekanntwerden der ersten Umfrageergebnisse nach Schließung der Wahllokale in Griechenland vergrößerte sich das Minus etwa bei Lang & Schwarz auf 1,85 Prozent (10.911 Punkte).

Die Umsätze auf außerbörslichen Plattformen sind in der Regel gering und nur wenige Anleger handeln dort, vor allem am Sonntag. Dennoch können sie einen Anhaltspunkt über die Entwicklung der Märkte am Folgetag bieten.

An diesem Sonntag ist die Nervosität wegen des ausstehenden Ergebnisses des griechischen Referendums zur künftigen Ausgabenpolitik des Landes besonders groß. Marktbeobachter erwarten, dass ein „Nein“ das Ausscheiden aus dem Euro-Währungssystem für Griechenland bedeuten könnte.

Einige Handelsplattformen für CFD, sogenannte Differenzkontrakte, mit denen Anleger auf Kursschwankungen wetten können, haben für das Wochenende daher die Regeln für ihre Anleger verschärft. Sie erlauben nur geringere Hebel als üblich, denn sie befürchten heftige Kurssausschläge mit dem Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses.

Die auf Plattformen gehandelten Differenzkontrakte (CFD) sind Wetten auf die Kursänderungen von zugrunde liegenden Wertpapieren. CFD sind für hoch spekulative Anleger geeignet, die Totalverluste in Kauf nehmen. Entsprechend gering sind die Umsätze, die auf diesen frei von der Börse funktionierenden Plattformen getätigt werden, im Vergleich zum Börsenhandel.

Der elektronische Handel an der Frankfurter Börse eröffnet am Montag um 9 Uhr. Bereits um 8 Uhr beginnt der sogenannte Parketthandel. Schon in der Nacht werden die Devisenmärkte sowie die asiatischen Börsen die Ergebnisse aus Griechenland verarbeiten.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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