Börse Wien
ATX auf tiefstem Stand seit Oktober 2005

Die Wiener Börse hat am Donnerstag bei hohem Volumen auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2005 geschlossen. Der Austrian-Traded-Index (ATX) fiel um 1,33 Prozent auf 3 255,55 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat am Donnerstag bei hohem Volumen auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2005 geschlossen. Der Austrian-Traded-Index (ATX) fiel um 1,33 Prozent auf 3 255,55 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 69 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3 325 Punkten.

Der heimische Aktienmarkt rutschte nach einem verhalten positiven Start ins Minus. Zwar konnte sich der ATX am Nachmittag noch gegen die deutlich schwächere Tendenz an den anderen europäischen Leitbörsen abgrenzen, doch nach der Wall-Street-Eröffnung reihte sich der ATX dann letztlich auch in die Liste der Verlierer ein.

Dabei belasteten vor allem die Bankenwerte den Index, die ihre Vortagesverluste mit beschleunigter Geschwindigkeit fortsetzten. Raiffeisen brachen um 7,34 Prozent auf 66,81 Euro ein und Erste Group Bank verloren 2,82 Prozent auf 38,91 Euro. Bei den Versicherern zeigten sich entgegen der internationalen Schwäche des Sektors Vienna Insurance Group um 2,43 Prozent fester bei 38,74 Euro. Am Vortag hatte die Aktie massiv nachgegeben.

Dagegenhalten konnten OMV , gestützt von einem höheren Ölpreis und einem festeren Sektor im Euro-Stoxx-600. Die Titel kletterten um 4,36 Prozent auf 38,32 Euro. Leicht erholen konnten sich auch die Versorger. Verbund-Austrian Hydro Power(AHP) verbesserten sich um 0,69 Prozent auf 42,09 Euro (280 618 Stück). EVN gewannen um 0,91 Prozent auf 16,70 Euro.

Nachrichten gab es von voestalpine und zu AUA. Der Konzern baut seine Zusammenarbeit mit Kobe Steel im Bereich Automotive aus. Die Papiere schlossen um 1,40 Prozent tiefer bei 29,53 Euro. Die Aktien der Austrian Airlines Group (AUA) verloren 5,98 Prozent auf 6,13 Euro. Hier meldeten sich die Analysten der Citigroup mit einer Reduktion der Anlageempfehlung von "Hold" auf "Sell" zu Wort. Die Turkish Airlines hat für eine Übernahme der AUA zwar abgewunken, dafür zeigt dir russische S7 starkes Interesse. Ein Händler bewertet dies als sehr positiv für die AUA-Aktie.

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