Börse Wien
ATX grenzt Verluste im Späthandel ein

In Reaktion auf die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers hat die Wiener Börse die Sitzung am Montag mit sehr schwachen Notierungen beendet. Der ATX fiel 121,38 Punkte oder 3,65 Prozent auf 3 199,82 Einheiten, und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2005.

dpa-afx/apa WIEN. In Reaktion auf die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers hat die Wiener Börse die Sitzung am Montag mit sehr schwachen Notierungen beendet. Der ATX fiel 121,38 Punkte oder 3,65 Prozent auf 3 199,82 Einheiten, und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2005.

Weltweit reagierten die Aktienmärkte auf die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers mit kräftigen Abschlägen. Im späten Handel konnte der österreichische Leitindex seine Verluste jedoch noch deutlich eingrenzen, nachdem er zwischenzeitlich über fünf Prozent verloren hatte.

Die Hoffnung am Markt sei sehr groß gewesen, dass Lehman am Wochenende gerettet wird, sagte ein Aktienhändler in Wien. Entsprechend herb sei die Enttäuschung am Montag ausgefallen. Vor dem Hintergrund der Lehman-Bankenpleite gerieten die Bankaktien unter Druck. Erste Bank sanken 5,54 Prozent auf 36,97 Euro. Die Aktien des Mitbewerbers Raiffeisen konnten am Nachmittag die Verluste noch deutlich eingrenzen und gingen mit minus 0,63 Prozent bei 67,80 Euro aus dem Handel.

Neben den Bankenwerten standen auch die Aktien der Versicherer im Augenmerk der internationalen Investoren, vor allem nachdem das weltgrößte Versicherungsunternehmen American International Group (AIG) staatliche Hilfe erbeten hatte. Uniqa verloren 2,05 Prozent auf 18,19 Euro und Vienna Insurance Group (VIG) 4,92 Prozent auf 36,49 Euro.

Europaweit gerieten auch die Ölwerte unter Druck, nachdem der Ölpreis deutlich um mehr als 5 Dollar gefallen war. An der Wiener Börse gaben OMV um 4,69 Prozent auf 38,03 Euro und Schoeller-Bleckmann um 6,18 Prozent auf 51,13 Euro nach.

Am ATX-Ende brachen Voestalpine um 7,68 Prozent auf 27,75 Euro ein. Die Analysten der Unicredit haben das Kursziel von 48 auf 34 Euro gesenkt. Das Votum "hold" wurde jedoch bestätigt.

Nach einem sehr volatilem Geschäftsverlauf schlossen die Anteilsscheine der Austrian Airlines (AUA) mit plus 1,45 Prozent bei 6,30 Euro. Nach einem Plus am Vormittag fielen die Aktien zwischenzeitlich um beinahe sieben Prozent. Kreisen zufolge soll die British Airways (BA) nicht mehr unter den Bietern für Austrian Airlines sein.

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