Börse Wien: ATX rutscht spät ins Minus

Börse Wien
ATX rutscht spät ins Minus

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet.

dpa-afx/apa WIEN. Der ATX fiel 9,47 Punkte oder 0,38 Prozent auf 2 500,96 Einheiten. Zwar geht die Wiener Börse fast auf dem Vortagesniveau ins Wochenende, der Handelstag war jedoch alles andere als impulslos. Noch im frühen Geschäft sorgten positive Vorgaben aus Asien für deutliche Kursgewinne bis zum Tageshoch zu Mittag.

Der Verfallstag für Optionen und Futures an den Terminbörsen brachte zu Mittag jedoch die Trendumkehr. Der ATX verlor in der Verfallsperiode erst etwas an Boden. Mit zunehmenden Sorgen um den irischen Bankensektor gerieten die europäischen Aktienmärkte dann allerdings unter Druck. Risikoaufschläge auf zehnjährige irische Anleihen erreichten ein neues Rekordhoch, die europäischen Indizes drehten großteils ins Minus.

Unter den Einzelwerten stachen Polytec (plus 12,69 Prozent auf 4,53 Euro) und Intercell (plus 10,36 Prozent auf 17,10 Euro) mit kräftigen Kursgewinnen aus der Masse. Seit mehreren Tagen treiben Übernahmefantasien die Autozulieferer-Papiere von Polytec nach oben. Demnach soll ein Investmentfonds Interesse an der deutschen Grammer AG und einer Fusion mit deren Teilhaber Polytec haben.

Bei Intercell unterstützten Meldungen, wonach der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson den niederländischen Impfstoffhersteller Crucell vollständig übernehmen will. Der Übernahmepreis liegt bei kolportierten 1,8 Mrd. Euro. "Der Kursanstieg von Intercell ist sicherlich eine Ausstrahlungswirkung von diesem Übernahmeangebot", kommentierte RCB-Analyst Daniel Damaska.

Wolford-Aktien schlossen nach der Vorlage von Quartalszahlen mit einem Plus von 2,91 Prozent bei 19,45 Euro. Der Textilkonzern hat seinen Periodenverlust im ersten Quartal des schiefen Geschäftsjahres 2010/11 verringern können und gibt einen positiven Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung aus.

Nach unten zogen den Index vor allem die schwergewichtigen Bankenwerte der Erste Group , die um 2,37 Prozent auf 28,05 Euro absackten. Dabei hatten die Experten der RCB die Titel in der Früh von "hold" auf "buy" hochgestuft. Raiffeisen International gingen mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 35,37 Euro ins Wochenende.

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