Börse Wien
Österreichischer Aktienmarkt übertrifft den Dax

Anleger mit Fokus auf Aktien aus der Alpenrepublik bewiesen Anlagegeschick: Der Österreichischer Leitindex ATX stellte in diesem Jahr den Dax in den Schatten. Welche Titel heute punkten konnten.
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HB WIEN. Knapper Sieg für die Alpenländler: Der österreichische Leitindex ATX hat den Dax im abgelaufenen Jahr abhängt. Der Wiener Index schloss am Donnerstag zwar 1,3 Prozent schwächer bei 2904 Punkten, gewann damit aber auf Jahressicht aber 16,4 Prozent. In Frankfurt summierte sich das Plus des Dax 2010 nur auf 16,1 Prozent.

Beide Indizes haben damit die meisten europäischen Konkurrenten deutlich hinter sich gelassen. Auch im kommenden Jahr rechnen Experten mit deutlichen Zuwächsen an der Börse in Wien. "Bis zu 15 Prozent Indexzuwachs sind an etablierten Märkten, auch in Wien, 2011 wieder möglich", sagte etwa Alfred Reisenberger, Chef-Analyst von Cheuvreux. Am Donnerstag berichteten Händler von einem dünnen Geschäft am letzten Handelstag des Jahres in Wien. "Das Volumen ist gering, einzelne Geschäfte bewegen daher stärker als sonst die Kurse", sagte ein Börsianer. "Alle warten auf das neue Jahr."

Strabag-Aktien drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und schlossen 0,7 Prozent schwächer bei 20,50. Der Baukonzern schließt weitere Zukäufe in Deutschland nicht aus, wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Deutschland-Chef Thomas Birtel schreibt. Die Aktien der Deutschland-Tochter, an der Strabag Reuters-Daten zufolge 90 Prozent hält, verteuerten sich dagegen auf dem Frankfurter Parkett um 1,4 Prozent auf 197,90 Euro. Größte Gewinner im ATX waren die Aktien des Kranherstellers Palfinger, die 4,3 Proznt auf 28,75 Euro kletterten.

Unter Druck gerieten dagegen - wie andere europäische Stahlwerte auch - die Aktien von Voestalpine. Sie verloren knapp drei Prozent auf 35,65 Euro und waren damit größter Verlierer in der ersten österreichischen Börsenliga. Die Papiere des Mischkonzerns A-Tec bauten ihre Vortagesgewinne dagegen um fast 20 Prozent auf 3,72 Euro aus. Am Mittwoch waren die Titel bereits um 47 Prozent nach oben geschossen, nachdem das Unternehmen eine Pleite vorerst abgewendet hatte. Im April - mehrere Monate vor der Einleitung des Sanierungsverfahrens - waren für die Papiere allerdings noch gut elf Euro bezahlt worden.

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