Börse Zürich
Nestle gegen den Strom

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag zur Mittagszeit ins Minus gedreht und ist danach nicht mehr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auf den Kursen lastete die negative Eröffnung der Wall Street. Im Vorfeld der nun allmählich anlaufenden Berichtssaison fehle es dem Markt aber auch an Impulsen für Käufe, hielten Händler fest.

In der unteren Hälfte des SMI -Tableaus fanden sich vor allem die Aktien der beiden Großbanken sowie Versicherungs- und Chemietitel. Unterstützung sicherte das Börsenschwergewicht Nestle , das gegen den Trend zulegte. Diese Kursentwicklung erklärt auch, warum die Abgaben bei anderen europäischen Leitindizes (Dax, CAC 40, Ftse 100) deutlich grösser ausfielen als beim SMI.

Dieser schloss um 17.30 Uhr 0,52 Prozent tiefer bei 9 248,38 Punkten, der SLI < SLI.SFF < verlor 0,7 Prozent auf 1 422,7 Stellen. Der breite Markt, gemessen am SPI , fiel um 0,49 Prozent auf 7 559,24 Zähler zurück.

Die Banken litten unter den "Nachwehen" der Hypothekenkrise in den USA. So verbilligten sich UBS um 1,5 Prozent auf 73,60 Franken, Credit Suisse um 1,2 Prozent auf 88,25 Franken und Julius Bär um 1,6 Prozent auf 86,80 Franken. Aber auch Versicherungswerte waren wenig gefragt. ZFS (-1,6 Prozent auf 376 Franken) und Swiss Re (-1,2 Prozent auf 110,20 Franken) fielen überdurchschnittlich zurück, obwohl JP Morgan ihre Kursziele für die beiden Titel erhöht hatte.

Clariant (-2,0 Prozent auf 19,30 Franken), Givaudan (-1,8 Prozent auf 1 178 Franken) und Syngenta (-1,2 Prozent auf 244,20 Franken) rundeten die Gruppe der größten Verlierer ab.

Bis Börsenschluss konnten sich einzig Nestle (+1,4 Prozent auf 479 Franken) in der Gewinnzone halten und verhinderten damit umfangreichere Verluste beim Gesamtindex. Mit dem Übernahmeangebot von Danone für Numico steht die Nahrungsmittelbranche im Fokus der Anleger. Der stolze Preis rücke die (Unter)-Bewertung von Nestle wieder in ein rechtes Licht, kommentierte ein Händler die Gewinne.

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