Börse Zürich
Nestle-Papiere puschen Leitindex

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag freundlich geschlossen. Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, an ihrer expansiven Geldpolitik festzuhalten, und die Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage gaben den Banken im Tagesverlauf Auftrieb. Auch die sehr starken Nestle-Papiere stützten den Leitindex SMI.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag freundlich geschlossen. Dabei fiel die Börse nach gemischten US-Daten am Nachmittag unter das Tageshoch. Die US-Börsen konnten nach durchwachsenen Konjunkturdaten an die Vortagesgewinne anknüpfen, allerdings bröckelten die wichtigsten Indizes zuletzt etwas ab. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen stärker als erwartet, das Handelsbilanzdefizit ging im Oktober überraschend zurück. Sorgen um die Lage in Dubai, Griechenland und inzwischen auch Spanien rückten Händler zufolge etwa in den Hintergrund.

Bis Börsenschluss legte der SMI um 0,93 Prozent auf 6 410,64 (Tageshöchst-Stand 6 435) Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,72 Prozent auf 979,13 Stellen und der breite Swiss Performance Index (SPI ) 0,84 Prozent auf 5 508,23 Zähler.

Nestle (+2,2 Prozent) waren nach einem schwachen Start der größte Gewinner unter den 30 Bluechips. Nach Medienberichten über einen möglicherweise bald losbrechenden Bieterstreit zwischen Hershey und Kraft um Cadburry gab es Spekulationen um mögliche Firmenteile von Cadbury, die Überbleibsel für Nestle sein könnten. Dabei stand vor allem das US-Recht für die Marke Kit-Kat im Vordergrund.

Im Anschluss an die SNB-Ausführungen legten die Banken zu, konnten die Avancen jedoch nur teilweise halten. Als leicht positiv wurden Medienberichte gewertet, wonach die Citigroup über eine mögliche Kapitalerhöhung Staatshilfen zurückzuzahlen will. Die Bank of America hatte zuvor Finanzhilfen in Höhe von 45 Mrd. Dollar an die US-Regierung erstattet.

Vor allem UBS (+2,2 Prozent) schlossen fester. Julius Bär gewannen 1,4 Prozent und Credit Suisse 0,8 Prozent. Die Credit Suisse stellte am Morgen Urs Rohner als Nachfolger für den 2011 als Verwaltungsrats-Präsidenten zurücktretenden Hans-Ulrich Doerig vor. Die Nominierung galt am Markt als keine große Überraschung.

Zurich Financial Services (+1,8 Prozent) profitierten von der Heraufstufung durch die Socgen auf "Buy" von "Hold", bei einem klar höheren Kursziel. Swiss Life stiegen um 1,2 Prozent, Swiss Re um 0,7 Prozent und Baloise um 0,4 Prozent.

Größere Aufschläge gab es noch für Addeco (+1,4 Prozent), Sonova (+1,6 Prozent) und Lonza (+1,3 Prozent).

ABB (+0,1 Prozent) zeigten sich nach einem Interview des Unternehmenschefs Joe Hogan in der "FAZ" wenig bewegt, nachdem dieser dort einzig die bisher bekannten Aussagen zum Geschäftsumfeld bekräftigt hatte. Synthes (+0,7 Prozent) hielten sich am Investorentag im Mittelfeld.

Uneinheitlich standen Roche (+0,7 Prozent) und Novartis (-0,5) da. Letztere wurden von einer Herabstufung durch die Socgen-Analysten auf "Hold" ("Buy") belastet. Der Umstand, dass beide Konzerne nicht von den Pharma-Kartelluntersuchungen in der EU betroffen sind, konnte die Titel nicht anschieben. Am Tabellenende waren Clariant (-1,4 Prozent) und Syngenta (-0,6 Prozent) zu finden.

Im breiten Markt erholten sich OC Oerlikon nach dem Absturz der vergangenen zwei Tage mit einem Plus von 3,9 Prozent nur sehr bescheiden. Temenos legten nach einer Kooperationsvereinbarung mit Microsoft 5,9 Prozent zu. Affichage schlossen 6,9 Prozent fester, nach News zur zugehörigen APG./

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