Börse Zürich
Schweizer Aktien drehen ins Plus

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien haben zum Wochenschluss in der Gewinnzone geschlossen. Nach einer länger anhaltenden Negativtendenz im Handelsverlauf schafften die Indizes am späteren Nachmittag den Sprung ins Plus. Ausschlaggebend war dabei eine Serie von unerwartet gut ausgefallenen US-Konjunkturdaten, die auch an der Wall Street die Kurse ansteigen liess. Die Schwergeichte Nestle und Roche erwiesen sich zudem einmal mehr als Stützen für den SMI.

Nachdem am Nachmittag zunächst die Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben besser als erwartet ausgefallen waren, lag im weiteren Verlauf auch der von der Uni Michigan erhobene Index der Verbraucherstimmung über den Prognosen. Zudem trübte sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Juni weniger stark als prognostiziert ein.

Ab Montag präsentiert sich die Schweizer Indexlandschaft in veränderter Form. Neu ermittelt die hiesige Börse SWX unter anderem den (gekappten) Swiss Leader Index mit einer fixen Anzahl von 30 Titeln.

Bei Börsenschluss um 17.30 Uhr notierte der Bluechipindex SMI 0,77 Prozent oder 70,45 Punkte höher auf 9 209,36 Stellen; im Wochenvergleich entspricht dies einem Plus von 0,5 Prozent. Der breiter gefasste SPI gewann 0,74 Prozent oder 55,32 Punkte auf 7 514,07 Zähler dazu.

Von den Bluechips hatten sich bis zum Schlussgong praktisch alle Titel ins Plus vorgearbeitet. Die stärksten Gewinne gingen dabei wie bereits den ganzen Tag über auf das Konto der Swatch-Valoren (I: +2,9% auf 349,00 Franken; N: +2,2% auf 69,50 Franken), dies nach positiven Kommentaren und einer Heraufstufung auf „Buy“ der Deutschen Bank. Auch Lonza beanspruchten mit plus 2,4% auf 112,60 Franken einen Platz an der Tabellenspitze.

Kräftige Unterstützung erhielt der SMI von den Nestle -Aktien: Sie zogen im späten Handel nochmals deutlich an auf 466,00 Franken (+1,0%), nachdem die EU-Wettbewerbsbehörde den Kauf der Novartis -Sparte Medical Nutrition mit Auflagen bewilligt hatte. Den Angaben zufolge muss Nestle einen Teil der französischen und spanischen Geschäfte abstoßen. Auch der Anstieg der Aktien des Pharmaunternehmens Roche um 1,3% auf 217,40 Franken zog den Hauptindex nach oben.

Über ein Prozent im Plus schlossen zudem Syngenta , Holcim , Swiss Life und Julius Bär . In der Verlustzone gingen dagegen einzig Swisscom (-0,2% auf 18,80 Franken) und Synthes (-0,2% auf 146,90 Franken) aus dem Tag.

Die schwergewichtigen Novartis (+0,4% auf 69,00 Franken) zählten zusammen mit UBS (+0,4% auf 73,60 Franken) zu den schwächeren Werten. Credit Suisse (+0,6% auf 87,40 Franken) legten etwa soviel zu wie der Gesamtmarkt.

Am breiten Markt fielen wie bereits in den Vortagen die Aktien von Winterthur Technologie (+9,6%) mit markanten Gewinnen auf. Die Bank Vontobel hatte am Vortag ihr Kursziel deutlich angehoben. Die Aktie war allerdings bereits am Mittwoch durchgestartet, nachdem der Konzern die Übernahme der deutschen Wendt mitgeteilt hatte.

Auch Speedel (+1,2%) konnten leicht an ihre gestrigen Gewinne anknüpfen. Die Bank Vontobel hatte ihr Rating für die Titel auf „Sector Outperform“ von „Sector Perform“ hochgenommen, das Kurziel beträgt neu 220 Franken. Auch die Deutsche Bank erhöhte ihr Kurziel auf 215 von 190 Franken.

Newron gewannen am Berichtstag 4,6% dazu, nachdem das Pharmaunternehmen mit Purdue Neuroscience Company einen Vergleich in Bezug auf Patente für bestimmte Wirkstoffe erzielt hatte. Zudem hatte Newron von der FDA die Zustimmung zur Durchführung von klinischen Studien mit Ralfinamide erhalten.

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