Börsen Asien : Anleger halten sich zurück

Börsen Asien
Anleger halten sich zurück

Asiens Börsen sind am Montag ohne klare Richtung in die neue Handelswoche gestartet. Vor allem in Japan sind viele Investoren vor der Bilanzsaison vorsichtig.

Während die Aktienmärkte in China und der chinesischen Sonderzone Hongkong sich in der Verlustzone bewegten, schloss die Börse in Tokio im Plus. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans verlor 0,48 Prozent. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,26 Prozent höher mit 16.900 Punkten aus dem Handel. Zuvor pendelte er etwas richtungslos zwischen Verlusten und Gewinne hin und her. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,4 Prozent auf 1352 Zähler. „Obwohl die japanischen Aktien in den vergangene Wochen zugelegt haben, sind viele Investoren vor der Bilanzsaison vorsichtig“, sagte Aktienstratege Tatsushi Maeno von Okasan Asset Management und verweist darauf, dass eine Verschlechterung der Geschäftserwartungen ziemlich wahrscheinlich ist.

Die Börse in Hongkong, der chinesische Blue-Chip-Index CSI 300 und der Shanghai Composite lagen im Minus. Auch die anderen asiatischen und pazifischen Börsen zeigten keine klare Richtung.

Die chinesische Wirtschaft dürfte Experten zufolge etwas kräftiger wachsen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 6,6 Prozent und 2017 um 6,5 Prozent wachsen, sagen die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten 59 Ökonomen im Schnitt voraus. Im Juli waren sie lediglich von 6,5 und 6,3 Prozent ausgegangen. Dennoch wäre das deutlich weniger als 2015, als es mit 6,9 Prozent das kleinste Plus seit einem Vierteljahrhundert gab.

„Die Abwärtsrisiken überwiegen allerdings“, erklärten die Analysten der Großbank HSBC. „Dazu zählen ein schwächerer Immobiliensektor oder eine geringere externe Nachfrage.“ Da die Investitionen der Unternehmen bereits seit Jahren langsamer wachsen würde, dürfte sich das auch in einer geringeren Dynamik der Volkswirtschaft niederschlagen.

Die Chefin der US-Notenbank (Fed), Janet Yellen, sagte am Freitag, dass die Fed künftig stärker beim Ankurbeln der Wirtschaft gefordert sein werde. Sie gab in ihrer Rede zwar keine neuen Hinweise auf den Zeitpunkt für eine Zinsanhebung. An den Märkten wurde nach der Rede jedoch spekuliert, dass Yellen an einer lockeren Geldpolitik für längere Zeit festhalten werde, auch wenn das Inflationsziel von zwei Prozent erreicht sei. Dies schob die Rendite der langlaufenden US-Staatsanleihen an. Sie stieg bei den 30-jährigen Bonds auf 2,565 Prozent nach zuvor 2,554 Prozent. Dies half auch dem Dollar auf die Sprünge. Der Euro gab auf 1,0983 Dollar nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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