Börsen Asien
Anleger handeln in Asien wegen Nordkorea weiter verhalten

Einen Tag nach dem nordkoreanischen Raketentest haben sich Anleger in Fernost kaum aus der Deckung gewagt. Gefragt bei Investoren waren als sicher geltende Anlagen wie Gold oder Anleihen.
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TokioDie US-Einschätzung, dass Nordkorea eine Interkontinentalrakete getestet habe, lasse Anleger vorsichtig handeln, sagte Masahiro Ichikawa, Stratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management. Insgesamt reagiere der Markt aber vergleichsweise ruhig. US-Außenminister Rex Tillerson forderte die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen Vorgehen auf. Die USA und Südkorea starteten als Reaktion ein Militärmanöver.

In Tokio ging der Nikkei-Index knapp 0,3 Prozent höher bei 20.081 Punkten aus dem Handel. Auch die südkoreanische Börse in Seoul behauptete sich im Plus. Am chinesischen Aktienmarkt in Shanghai legte der Leitindex 0,5 Prozent zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,3 Prozent fester und machte damit einen Teil der Verluste vom Dienstag wieder wett.

Nach dem Feiertag in den USA fiel der Handel insgesamt gedämpft aus. Weil die Wall Street geschlossen war, blieben Impulse von dort aus. Investoren warteten auf die Fed-Protokolle der Juni-Sitzung, die die US-Notenbank am Abend veröffentlicht. Auch Konjunkturdaten aus China hielten keine Kaufanreize bereit. Die chinesische Dienstleistungsbranche verlor im Juni an Fahrt, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten privaten Einkaufsmanagerindex von Caixin/Markit hervorging. Das Barometer sank auf 51,6 Punkte von 52,8 Zählern im Mai und damit auf den zweitniedrigsten Wert seit einem Jahr, blieb aber über der Wachstumsmarke von 50 Punkten.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verhalfen der japanischen Währung zu Gewinnen. Der Dollar gab leicht nach auf 113,21 Yen. Gold legte auf 1225,2 Dollar je Feinunze zu. Der Euro wurde mit 1,1358 Dollar etwas fester als im späten New Yorker Handel gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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