Börsen Asien: Asiatische Investoren bleiben nervös

Börsen Asien
Asiatische Investoren bleiben nervös

An den asiatischen Aktienmärkten hält die Verunsicherung nach dem Börsencrash in China weiter an. Die chinesische Notenbank sowie die Kapitalmarktaufsichtsbehörde CSRC können die Kurse jedoch stabilisieren.

BangkokNach den heftigen Verlusten am Montag haben die Börsen in Asien am Dienstag ihre Talfahrt gestoppt. Der Handel bleibt jedoch äußerst volatil: Die chinesische Notenbank sowie die Kapitalmarktaufsichtsbehörde CSRC halfen, die Preise zu stabilisieren. Kurz nach dem Handelsstart waren die Kurse zunächst wieder tief abgesackt.

Der wichtige China Security Index 300 (CSI 300) schloss am Dienstag auf 3.479 Punkten um 0,3 Prozent im Plus. Zuvor war er kurzzeitig um fast drei Prozent eingebrochen. Der Index beinhaltet die 300 größten Aktien, die in Shanghai und Shenzhen gelistet sind. Der Shanghai Composite gab um 0,3 Prozent auf 3288 Zähler nach. In Tokio fiel der Nikkei-Index um 0,4 Prozent auf 18.374 Punkte.

Die Investoren in Asien starrten gebannt auf den Handelsstart in China, nachdem der dortige Handel am Montag wegen massiver Kurseinbrüche ausgesetzt worden war. Schlechte Daten über die schrumpfende chinesische Industrieproduktion sowie Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran hatten zu panikartigen Verkäufen geführt.

Als der CSI 300 um sieben Prozent eingebrochen war, griff ein Sicherungsmechanismus, der sogenannte „Circuit Breaker”, bereits am ersten Tag seiner Einführung. Der Handel wurde komplett gestoppt.

Die schlechten Nachrichten aus China zogen auch den Dax um mehr als vier Prozent in die Tiefe und bescherten den schlechtesten Börsenstart in ein neues Jahr seit einem Vierteljahrhundert. Auch in Amerika verkauften die Anleger: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,6 Prozent tiefer.

Schon im vergangenen Börsenjahr hatten Sorgen über die chinesische Konjunktur die Börsen weltweit in Aufruhr versetzt. In China selbst reagierten die Behörden im vergangenen Sommer unter anderem einem Verkaufsverbot für große Investoren. Dass dieses am kommenden Montag nicht mehr gilt, sorgt für weitere Verunsicherung. Die chinesische Aufsichtsbehörde versucht nun zu beruhigen: Sie werde sicherstellen, dass die Notfallmaßnahmen organisiert auslaufen werden, teilte sie mit. Mit einem Ausverkauf sei nicht zu rechnen.

Zudem reagierten die chinesischen Notenbanker, indem sie per Repo-Geschäfte knapp 20 Milliarden US-Dollar in den Markt pumpten, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf die Angaben von Händlern. Es ist die größte derartige Aktion seit dem vergangenen September. „Die Liquidität am Markt ist gering, also muss die chinesische Notenbank reagieren”, kommentiert Frances Cheung, Analyst bei der französischen Bank Société Générale.

Im Markt wird mit weiteren Maßnahmen der Notenbanker gerechnet. „Die Geldpolitik in China wird sich weiter lockern”, sagt Shane Oliver, Strategie-Chef beim australischen Finanzhaus AMP Capital Investors. „Wir sehen, dass die Volatilität weiterhin hoch ist und die Weltwirtschaft weiterhin die Unterstützung der Geldpolitik braucht.”

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Asiatische Investoren bleiben nervös

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Turbulenter Handel auch in Japan

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