Börsen Asien
Asiens Anleger setzten auf billiges Geld

Die Aktienmärkte in Fernost gehen mit Gewinnen aus der Woche. Der Grund: Die Anleget spekulieren auf weitere Zentralbank-Milliarden in Europa und in China. Nur die Fed stellt sich gegen den Trend.

TokioDie Aussicht auf weiter billiges Geld in Europa und China hat den asiatischen Aktienmärkten vor dem Wochenende zu Gewinnen verholfen. Die Liquidität sei hoch, das treibe die Kurse an, sagte Norikiro Fujito, Analyst bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. „Die Leute, die im Sommer ihre Aktien aus Angst vor einer Konjunkturabkühlung in China verkauft haben, kommen zurück. Aber sie ignorieren die schlechten wirtschaftlichen Fundamentaldaten.”

Die Börse in Shanghai ging am Freitag mit einem Plus von fast 0,4 Prozent aus dem Handel und notierte damit in etwa auf dem höchsten Stand seit drei Monaten. Die chinesische Notenbank hatte am Vortag weiteres Geld in den Markt gepumpt. Mit diesem Schritt will sie die lahmende Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft in Schwung bekommen. Chinas Wirtschaft dürfte in diesem Jahr so wenig wachsen wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

Auch in Europa stehen die Zeichen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik: Die EZB sorgt sich um das Erreichen ihrer Inflationsziele, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung vom Oktober hervorgeht. Die US-Notenbank Fed hat dagegen die Weichen für die erste Zinserhöhung seit einem Jahrzehnt gestellt. Fachleute erwarten diesen Schritt im Dezember.

In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,1 Prozent fester bei knapp 19.880 Zählern. Viele Investoren hielten sich vor dem langen Wochenende mit Käufen zurück: Am Montag ist in Japan ein Feiertag. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,34 Prozent fester.

Der Euro gab etwas nach. Er notierte bei 1,0707 Dollar. In japanischer Währung wurde der Dollar mit 122,92 Yen gehandelt. (

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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