Börsen Asien
Börse Tokio schließt kaum verändert

Der Handel in Fernost tritt zum Wochenschluss auf der Stelle: Eine Woche vor der Sitzung der US-Notenbank halten sich auch die Anleger in Tokio zurück. Die wichtigen Indizes zeigten sich uneinheitlich.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenausklang keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die Tokioter Börse am Freitag mit leichten Abschlägen schloss und auch der Markt in Shanghai schwächer tendierte, lag der Hang Seng -Index in Hongkong im Plus. Insgesamt deuteten der überwiegend dünne Handel in China und die Aussicht auf eine kaum veränderte Wochenbilanz darauf hin, dass sich die Märkte dort etwas beruhigt haben. Gestützt wurden die Asien-Börsen durch gute Vorgaben der Wall Street. Allerdings seien viele Fernost-Investoren im Vorfeld der kommende Woche anstehenden US-Zinsentscheidung zurückhaltend, sagten Händler. Zudem seien die Sorgen um die chinesische Wirtschaft noch nicht verflogen.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte ging 0,2 Prozent leichter auf 18.264 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,2 Prozent fester, während Hongkong 0,4 Prozent im Plus notierte. Der Leitindex der Börse Shanghai und der Index der 300 wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen gaben dagegen je rund ein Prozent nach.

In Tokio setzten die Anteile von Toshiba ihre Talfahrt fort und verloren 3,1 Prozent. Der Technologiekonzern steckt in einem Bilanzskandal, der ihm Verluste eingebrockt hat. . Doch auch andere Exportunternehmen gaben nach. So verlor Toyota 1,4 und Honda 0,6 Prozent an Wert. Gegen den Trend gefragt waren dagegen Konzerne, die von der Nachfrage heimischer Kunden leben. So stiegen die Kurse der Bank Mizuho Financial und der Lebensmittelfirma Kikkoman um je 1,1 Prozent.

Die Stimmung bei den japanischen Unternehmen hellte sich zuletzt auf, wie am Freitag bekanntwurde. Das deutete darauf hin, dass die Furcht vor den Auswirkungen einer Konjunkturabkühlung in China etwas nachließ. Hinweise auf den Zustand der Wirtschaft in der Volksrepublik erhofften sich die Anleger von Daten zur chinesischen Industrie und dem Einzelhandel, die am Sonntag erwartet werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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