Börsen Asien Börse Tokio schließt kaum verändert

Der Handel in Fernost tritt zum Wochenschluss auf der Stelle: Eine Woche vor der Sitzung der US-Notenbank halten sich auch die Anleger in Tokio zurück. Die wichtigen Indizes zeigten sich uneinheitlich.
Update: 11.09.2015 - 08:43 Uhr
Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: ap
Tokio

Vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio.

(Foto: ap)

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenausklang keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die Tokioter Börse am Freitag mit leichten Abschlägen schloss und auch der Markt in Shanghai schwächer tendierte, lag der Hang Seng -Index in Hongkong im Plus. Insgesamt deuteten der überwiegend dünne Handel in China und die Aussicht auf eine kaum veränderte Wochenbilanz darauf hin, dass sich die Märkte dort etwas beruhigt haben. Gestützt wurden die Asien-Börsen durch gute Vorgaben der Wall Street. Allerdings seien viele Fernost-Investoren im Vorfeld der kommende Woche anstehenden US-Zinsentscheidung zurückhaltend, sagten Händler. Zudem seien die Sorgen um die chinesische Wirtschaft noch nicht verflogen.

Was aus 100.000 Euro wurde
Öl (Brent)
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Der Ölpreis hat dieses Jahr ziemlich Federn lassen müssen. Wer seit Jahresbeginn 100.000 Euro in das „schwärze Gold“ investiert hat, hätte jetzt nur noch 80.010* Euro. Die hohe Überproduktion, auch ausgelöst durch das Fracking in den USA, und Sorgen um eine schwächere Weltkonjunktur ließen den Ölpreis einbrechen.

Quellen: Bloomberg, Bank of America Merrill Lynch, FMH Finanzberatung

*Anlageergebnis in Euro gerundet ohne Steuern und ohne Kosten für Wertpapierkauf und Wertpapierverwahrung. Bei Öl Terminkontrakt,  bei Anleihen und Aktien Indizes.

Dow Jones
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US-Aktien boten dieses Jahr bisher ebenfalls wenig Grund zur Freude. Wer zum Jahresstart 100.000 Euro in den Dow Jones Index gesteckt hätte, würde (wenn er jetzt verkaufen würde) nur noch 92.680 Euro besitzen. Der große Absturz kam vor allem Ende August. Im Vorjahr hatte der Index um rund acht Prozent zugelegt.

Shanghai Composite
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Ebenfalls bergab, wenn auch nicht ganz so stark, ging es für chinesische Aktien. Aus 100.000 Euro, die in den Shanghai Composite investiert wären, wären heute 93.600 Euro geworden. Für Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgten vor allem Konjunkturängste. Anleger befürchten, dass sich die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Die Abwertung der chinesischen Währung verstärkte diese Sorgen und sorgte für einen Kursrutsch.

MSCI Emerging Markets
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Die einstigen Hoffnungsträger, die Schwellenländer, enttäuschten bisher auch. Die traumhaften Wachstumsraten sind schon lange vorbei und Investoren zogen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. Aus 100.000 Euro im MSCI Emerging Markets wären seit Jahresbeginn 96.980 Euro geworden. Bekannteste Vertreter der Schwellenländer sind die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). An der Börse Börse in Bombay (Bild) ging es Ende August auch kräftig abwärts.

MSCI World
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Die Aktien der Industrieländer schnitten nur etwas besser ab – ein Plus schafften allerdings auch sie nicht. Wer 100.000 Euro in den MSCI World Index investiert hätte, hätte heute 98.130 Euro.

Deutsche Anleihen
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Fast unverändert ist die Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen. Aus 100.000 Euro wurden hier 99.900 Euro. Während Anfang des Jahres die Zinsen 10-jähriger Bundesanleihen deutlich sanken, zogen sie im August rapide an. Vor allem die Unsicherheiten in China und die Turbulenzen an der Börse trieben die Anleger wieder in Anleihen.

Tagesgeld
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Das erste Plus in dieser Aufzählung, wenn auch nur ein kleines, schafft das Tagesgeld (Durchschnitt). Wer 100.000 Euro zum Jahresbeginn auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hätte, der würde heute über 100.400 Euro verfügen.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte ging 0,2 Prozent leichter auf 18.264 Punkten aus dem Handel. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,2 Prozent fester, während Hongkong 0,4 Prozent im Plus notierte. Der Leitindex der Börse Shanghai und der Index der 300 wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen gaben dagegen je rund ein Prozent nach.

In Tokio setzten die Anteile von Toshiba ihre Talfahrt fort und verloren 3,1 Prozent. Der Technologiekonzern steckt in einem Bilanzskandal, der ihm Verluste eingebrockt hat. . Doch auch andere Exportunternehmen gaben nach. So verlor Toyota 1,4 und Honda 0,6 Prozent an Wert. Gegen den Trend gefragt waren dagegen Konzerne, die von der Nachfrage heimischer Kunden leben. So stiegen die Kurse der Bank Mizuho Financial und der Lebensmittelfirma Kikkoman um je 1,1 Prozent.

Die Stimmung bei den japanischen Unternehmen hellte sich zuletzt auf, wie am Freitag bekanntwurde. Das deutete darauf hin, dass die Furcht vor den Auswirkungen einer Konjunkturabkühlung in China etwas nachließ. Hinweise auf den Zustand der Wirtschaft in der Volksrepublik erhofften sich die Anleger von Daten zur chinesischen Industrie und dem Einzelhandel, die am Sonntag erwartet werden.

  • rtr
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