Börsen Asien

China-Daten ziehen asiatische Börsen nach unten

Enttäuschende Daten aus China drücken Asiens Börsen: Der Abwärtstrend der Industrie versetzte den Aktienwerten einen Dämpfer. Die Tokioter Börse bleibt am Mittwoch geschlossen.
Update: 23.09.2015 - 09:12 Uhr
Vor einer Börsenanzeigetafel in Shanghai. Quelle: AFP
Shanghai

Vor einer Börsenanzeigetafel in Shanghai.

(Foto: AFP)

HongkongEnttäuschende Konjunkturdaten aus China haben am Mittwoch den Börsen in Asien einen deutlichen Dämpfer versetzt. Einer Umfrage zufolge hat sich der Abwärtstrend der chinesischen Industrie im September noch verstärkt. Experten hatten eigentlich mit einer Verlangsamung des Rückwärtsgangs gerechnet. Zurückgehende Aufträge ließen Unternehmen in der Volksrepublik aber die Produktion, Preise und Arbeitsplätze weiter zurückfahren. Vor allem die chinesischen Aktienmärkte gaben daraufhin deutlich nach und zogen auch die übrigen Börsen in Fernost nach unten. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktien außerhalb Japans notierte fast drei Prozent im Minus. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

In Australien und Taiwan gaben die Indizes rund zwei Prozent nach. Die höchsten Einbußen verbuchte der Handelsplatz in Hongkong, wo der Index rund drei Prozent einbüßte. Die Leitbörse in Shanghai notierte knapp zwei Prozent niedriger, ebenso der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen. Werte aus dem Energie- und Infrastruktursektor führten hier die Verliererliste an.

Was aus 100.000 Euro wurde
Öl (Brent)
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Der Ölpreis hat dieses Jahr ziemlich Federn lassen müssen. Wer seit Jahresbeginn 100.000 Euro in das „schwärze Gold“ investiert hat, hätte jetzt nur noch 80.010* Euro. Die hohe Überproduktion, auch ausgelöst durch das Fracking in den USA, und Sorgen um eine schwächere Weltkonjunktur ließen den Ölpreis einbrechen.

Quellen: Bloomberg, Bank of America Merrill Lynch, FMH Finanzberatung

*Anlageergebnis in Euro gerundet ohne Steuern und ohne Kosten für Wertpapierkauf und Wertpapierverwahrung. Bei Öl Terminkontrakt,  bei Anleihen und Aktien Indizes.

Dow Jones
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US-Aktien boten dieses Jahr bisher ebenfalls wenig Grund zur Freude. Wer zum Jahresstart 100.000 Euro in den Dow Jones Index gesteckt hätte, würde (wenn er jetzt verkaufen würde) nur noch 92.680 Euro besitzen. Der große Absturz kam vor allem Ende August. Im Vorjahr hatte der Index um rund acht Prozent zugelegt.

Shanghai Composite
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Ebenfalls bergab, wenn auch nicht ganz so stark, ging es für chinesische Aktien. Aus 100.000 Euro, die in den Shanghai Composite investiert wären, wären heute 93.600 Euro geworden. Für Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgten vor allem Konjunkturängste. Anleger befürchten, dass sich die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Die Abwertung der chinesischen Währung verstärkte diese Sorgen und sorgte für einen Kursrutsch.

MSCI Emerging Markets
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Die einstigen Hoffnungsträger, die Schwellenländer, enttäuschten bisher auch. Die traumhaften Wachstumsraten sind schon lange vorbei und Investoren zogen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. Aus 100.000 Euro im MSCI Emerging Markets wären seit Jahresbeginn 96.980 Euro geworden. Bekannteste Vertreter der Schwellenländer sind die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). An der Börse Börse in Bombay (Bild) ging es Ende August auch kräftig abwärts.

MSCI World
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Die Aktien der Industrieländer schnitten nur etwas besser ab – ein Plus schafften allerdings auch sie nicht. Wer 100.000 Euro in den MSCI World Index investiert hätte, hätte heute 98.130 Euro.

Deutsche Anleihen
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Fast unverändert ist die Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen. Aus 100.000 Euro wurden hier 99.900 Euro. Während Anfang des Jahres die Zinsen 10-jähriger Bundesanleihen deutlich sanken, zogen sie im August rapide an. Vor allem die Unsicherheiten in China und die Turbulenzen an der Börse trieben die Anleger wieder in Anleihen.

Tagesgeld
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Das erste Plus in dieser Aufzählung, wenn auch nur ein kleines, schafft das Tagesgeld (Durchschnitt). Wer 100.000 Euro zum Jahresbeginn auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hätte, der würde heute über 100.400 Euro verfügen.

Der am Mittwoch vom Markit-Institut veröffentlichte Einkaufsmanagerindex fiel überraschend um 0,3 auf 47,0 Zähler. So tief stand das Barometer zuletzt während der weltweiten Wirtschaftskrise Anfang 2009. Erst Werte ab 50 signalisieren ein Wachstum. Mit Blick auf die aktuelle Schwäche der einstigen Konjunkturlokomotive China sowie die unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur hatte die US-Notenbank vergangene Woche auf die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren verzichtet. Die Asiatische Entwicklungsbank senkte mittlerweile ihre Prognose für Chinas Wachstum in diesem Jahr auf 6,8 Prozent, das damit das Ziel der Regierung von rund sieben Prozent verfehlen würde.

An den Devisenmärkten in Fernost notierte der Euro mit 1,1124 Dollar wenig verändert.

  • rtr
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