Börsen Asien
China-Daten ziehen asiatische Börsen nach unten

Enttäuschende Daten aus China drücken Asiens Börsen: Der Abwärtstrend der Industrie versetzte den Aktienwerten einen Dämpfer. Die Tokioter Börse bleibt am Mittwoch geschlossen.

HongkongEnttäuschende Konjunkturdaten aus China haben am Mittwoch den Börsen in Asien einen deutlichen Dämpfer versetzt. Einer Umfrage zufolge hat sich der Abwärtstrend der chinesischen Industrie im September noch verstärkt. Experten hatten eigentlich mit einer Verlangsamung des Rückwärtsgangs gerechnet. Zurückgehende Aufträge ließen Unternehmen in der Volksrepublik aber die Produktion, Preise und Arbeitsplätze weiter zurückfahren. Vor allem die chinesischen Aktienmärkte gaben daraufhin deutlich nach und zogen auch die übrigen Börsen in Fernost nach unten. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktien außerhalb Japans notierte fast drei Prozent im Minus. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

In Australien und Taiwan gaben die Indizes rund zwei Prozent nach. Die höchsten Einbußen verbuchte der Handelsplatz in Hongkong, wo der Index rund drei Prozent einbüßte. Die Leitbörse in Shanghai notierte knapp zwei Prozent niedriger, ebenso der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen. Werte aus dem Energie- und Infrastruktursektor führten hier die Verliererliste an.

Der am Mittwoch vom Markit-Institut veröffentlichte Einkaufsmanagerindex fiel überraschend um 0,3 auf 47,0 Zähler. So tief stand das Barometer zuletzt während der weltweiten Wirtschaftskrise Anfang 2009. Erst Werte ab 50 signalisieren ein Wachstum. Mit Blick auf die aktuelle Schwäche der einstigen Konjunkturlokomotive China sowie die unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur hatte die US-Notenbank vergangene Woche auf die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren verzichtet. Die Asiatische Entwicklungsbank senkte mittlerweile ihre Prognose für Chinas Wachstum in diesem Jahr auf 6,8 Prozent, das damit das Ziel der Regierung von rund sieben Prozent verfehlen würde.

An den Devisenmärkten in Fernost notierte der Euro mit 1,1124 Dollar wenig verändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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