Börsen Asien
Chinas Konjunkturdaten belasten weiter

Zurückhaltung ist weiter das Schlagwort an den asiatischen Börsen. Der Handel ist vorsichtig, die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China und den USA hinterlassen Spuren. Der Nikkei schließt im Minus.

TokioAnleger in Fernost haben sich am Donnerstag mit Aktienkäufen weitgehend zurückgehalten. Die jüngsten Konjunkturdaten aus China und den USA sorgten weiter für Verunsicherung. In Tokio fiel der Nikkei knapp 2,8 Prozent auf 17.571 Punkte, nachdem die dortige Börse drei Tage lang feiertagsbedingt geschlossen geblieben war.

„Investoren sind zur Zeit vorsichtig. Die Märkte werden nur dann wieder stabiler, wenn die Unsicherheiten über die chinesische Wirtschaft und die US-Geldpolitik abnehmen“, sagte Masahiro Ichikawa, Stratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management.

Die Leitbörse in Shanghai notierte dagegen leicht im Plus. Nach dem Kurseinbruch im Sommer haben sich die chinesischen Handelsplätze dank einer Reihe von Maßnahmen der Regierung wieder stabilisiert. Zugleich ging der Handel mit Aktien drastisch zurück.

Nun geht die Sorge um, dass Kleinanleger ihre Verluste an der Börse mit Einschränkungen beim Konsum auszugleichen versuchen und damit Chinas Wirtschaftswachstum einen weiteren Schlag versetzen.

In Tokio ließen insbesondere japanische Autobauer als verspätete Reaktion auf den Volkswagen -Emissionsskandal Federn. Ökonomen befürchteten, dass die Volkswagen-Krise weitreichende Folgen für die deutsche Wirtschaft nach sich zieht.

Weitgehend unbeeindruckt zeigten sich die Anleger zunächst von Berichten, Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wolle mit ehrgeizigen Reformen die Wirtschaft anschieben. Regierungsangaben zufolge stellt Abe seine Wirtschaftspläne noch am Donnerstag vor.

Auch in Hongkong und Taiwan sanken die Kurse. Dagegen ging es in Australien nach dem Rückgang auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren am Tag zuvor wieder bergauf. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktien außerhalb Japans lag leicht im Minus, nachdem er am Tag zuvor ebenfalls mehr als zwei Prozent eingebüßt hatte. An den Devisenmärkten in Fernost notierte der Euro mit 1,1183 Dollar wenig verändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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