Börsen Asien
Chinesische Wirtschaftsdaten belasten Nikkei und Co.

Das langsamere Wachstum in der Volksrepublik schürt Anleger-Sorgen. In Japan schließt der Nikkei mit Verluste. Nach dem deutlichen Plus in der vergangenen Woche nehmen Anleger Gewinne mit.

Schanghai, Tokio Jüngste Daten zur chinesischen Konjunkturentwicklung haben zum Wochenauftakt die Fernost-Anleger in Atem gehalten. Das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik schwächte sich im dritten Quartal weiter ab und fiel mit 6,9 Prozent so gering aus wie seit Anfang 2009 nicht mehr.

Allerdings waren Experten im Vorfeld der Veröffentlichung am Montag noch etwas pessimistischer gewesen und hatten lediglich mit einem Plus von 6,8 Prozent gerechnet. Deshalb wurden die Zahlen an den Aktienmärkten zunächst positiv aufgenommen. Später überwog jedoch die Skepsis, und die Börse in Shanghai drehte ins Minus. Auch der Markt in Tokio ging mit Verlusten aus dem Handel.

Für den japanische Nikkei-Index ergab sich zum Schluss bei einem Stand von 18.131 Punkten ein Minus von 0,9 Prozent. Der Aktienmarkt in Shanghai schloss 0,1 Prozent schwächer. Die Hongkonger Börse sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen traten auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans und die Börse in Taiwan lagen dagegen jeweils rund 0,3 Prozent im Plus.

Die Furcht vor einem jähen Ende des Aufschwungs in China war erst am Wochenende durch Äußerungen der Pekinger Führung angeheizt worden. Die Regierung warnte vor übertriebenen Erwartungen an die Konjunkturentwicklung des Schwellenlandes, das in den vergangenen Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum erlebt hat.

Nach Veröffentlichung der aktuellen Konjunkturdaten gerieten die Investoren am Montag zwar nicht in Panik. Doch nach dem Anstieg der wichtigsten chinesischen Börsenbarometer um rund sechs Prozent vergangene Woche machten viele Anleger Kasse. In Japan gerieten unterdessen vor allem Unternehmen unter Druck, die ihre Geschäfte zum Großteil in China machen. So verloren Eisen- und Stahlkonzerne wie Kobe Steel und JFE Holdings jeweils rund drei Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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