Börsen Asien
Der Höhenflug setzt sich fort

Anleger erwarten weitere Konjunkturstützen der Notenbanken - und treiben die Kurse auf Höchststände. Die wichtigen Indizes schlossen deutlich im Plus. Vom erstarkenden Dollar profitierten vor allem Export-Werte.

HongkongAsiens Börsen haben ihren Höhenflug am Donnerstag fortgesetzt und sind auf die höchsten Stände seit etwa vier Monaten geklettert. Zugleich gaben die regionalen Währungen nach, angeführt vom Singapur-Dollar. Händler rechneten offenbar damit, dass andere Notenbanken der Entscheidung Singapurs folgen und ihre Geldpolitik weiter lockern werden.

Der MSCI-Index für die Aktien der Region Asien/Pazifik ohne Japan stieg um 0,5 Prozent auf das höchste Niveau seit Dezember. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 3,3 Prozent höher bei 16.911 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,92 Prozent auf 1371 Zähler. In China lagen die beiden wichtigsten Indizes rund 0,3 Prozent im Plus.

Angetrieben wurden die Börsen von der Hoffnung auf noch mehr billiges Geld wegen der weniger guten Aussichten für die Weltwirtschaft. Ungeachtet der jüngsten positiven Wirtschaftsdaten aus China wird die Lockerung der Geldpolitik Singapurs am Donnerstag wird als weiteres Krisenzeichen der Weltwirtschaft gewertet. Anfang der Woche hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine globalen Konjunkturerwartungen abermals heruntergeschraubt.

An den Aktienmärkten wird daher mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen der Notenbanken gerechnet. Mehr und billigeres Geld im Markt dürften die Nachfrage nach Aktien weiter ankurbeln und die Kurse befeuern, so das Kalkül der Anleger.

Der Dollar notierte mit 109,44 Yen deutlich fester als am Montag, als er zwischenzeitlich mit 107,63 Yen auf dem niedrigsten Stand seit fast 18 Monaten gefallen war. Der Euro ließ weiter Federn. Er tendierte bei 1,1255 Dollar, weit entfernt vom höchsten Stand seit sechs Monaten, auf den er am Dienstag mit 1,1465 Dollar geklettert war.

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag in Folge einer Abschwächung des Yen sowie positiver Vorgaben der Wall Street kräftige Gewinne erzielt. Grund für den deutlichen Auftrieb ist die Hoffnung auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte um 530 Punkte oder 3,2 Prozent auf 16.911 Zähler zu. Der breit gefasste Topix verbesserte sich ebenfalls deutlich um knapp 40 Punkte oder drei  Prozent auf den Stand von 1.371 Zählern.

Export-Werte profitierten zudem davon, dass der Dollar seinen Erholungskurs fortsetze. Toyota-Anteilscheine etwa verteuerten sich um 2,2 Prozent, Canon-Papiere tendierten 2,3 Prozent fester.

Der Dollar notierte mit 109,49 Yen deutlich fester als am Montag, als er zwischenzeitlich mit 107,63 Yen auf dem niedrigsten Stand seit fast 18 Monaten gefallen war. Der Euro ließ Federn. Die Gemeinschaftswährung hat am Donnerstag im frühen Handel weiter an Wert verloren.

Bereits am Vortag hatte die Gemeinschaftswährung deutlich nachgegeben und war unter 1,13 US-Dollar gefallen. Am Donnerstagmorgen kostete ein Euro 1,1260 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1298 (Dienstag: 1,1396) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8851 (0,8775) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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