Börsen Asien: Der Nikkei gibt nach

Börsen Asien
Der Nikkei gibt nach

Angesichts negativer Vorgaben der Wall Street und der Sorge um die sinkenden Exportwerte in China halten sich auch die Anleger in Fernost zurück. Der Nikkei schloss am Mittwoch im Minus.

TokioSorgen um die Konjunktur in China und ein schwankender Ölpreis haben die Aktienbörsen in Fernost am Mittwoch belastet. Die Zahlen vom Vortag zum überraschend starken Einbruch der chinesischen Exporte im Februar wirkten noch nach. Auf die Stimmung drückte zudem, dass der Ölpreis nach der Erholung der vergangenen Tage am Dienstag erneut gesunken war. Er zog zwar nun wieder etwas an. Doch sei die Furcht vor einer stärkeren Flaute der Weltwirtschaft wieder gewachsen, sagten Experten. Die höchsten Verluste verbuchten die chinesischen Börsen, doch auch die meisten anderen asiatischen Handelsplätze gaben nach.

Der Index der chinesischen Leitbörse in Shanghai verlor 1,4 Prozent, das Barometer für die wichtigsten Aktien in Shanghai und Shenzhen sank um 1,2 Prozent. Nach der jüngsten Rally nahmen Investoren nun Gewinne mit, sagten Händler. Vor allem Unternehmen aus dem Energie- und Rohstoffsektor verbuchten angesichts des wieder schwächeren Ölpreises Verluste. Die fallenden Kurse in China belasteten auch die übrigen Börsen in Fernost. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,2 Prozent tiefer.

In Tokio gab der Nikkei -Index 0,8 Prozent auf 16.642 Punkte nach. Der starke Yen drückte Händlern zufolge vor allem die Kurse exportorientierter Unternehmen. Der Dollar büßte zum Yen weitere 0,7 Prozent auf 112,5 Yen ein. Ein teurerer Yen schmälert die Gewinne japanischer Unternehmen im Auslandsgeschäft. Schwache Konjunkturdaten aus Japan hatten zuletzt zu einer geringeren Risikobereitschaft von Anlegern geführt. Die Investoren stiegen vielmehr bei als sicher geltenden Anlagen wie dem Yen ein, was dessen Kurs nach oben treibt. Der Euro verteuerte sich zum Dollar um 0,4 Prozent auf 1,0970 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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