Börsen Asien
Gemischte Impulse zum Wochenstart

Die Börsen in Asien finden zum Beginn in die neue Woche keine einheitliche Linie. Auch der Tumult im Weißen Haus trägt zur Unruhe bei. Dabei mehren sich in Japan die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung.
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TokioSorgen über die US-Politik haben am Montag die japanische Aktienbörse belastet. Viele Investoren zweifeln offenbar, ob Präsident Donald Trump wie versprochen das Wirtschaftswachstum ankurbeln kann. "Jeden Tag kommt etwas Neues, das den Markt beunruhigt", sagte der Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities.

Anleger zeigten sich deswegen risikoscheu, die asiatischen Börsen gingen mit gemischten Werten in den Tag. Zuletzt feuerte Trump seinen rechten Chefstrategen Steve Bannon. Für weitere Nervosität sorgten am Montag gemeinsame Militärübungen der USA und Südkorea, die Nordkorea scharf kritisiert hat.

Die Börse in Tokio ging deswegen auf Talfahrt. Der Nikkei schloss 0,4 Prozent tiefer bei 19.393,13 Punkten. Zeitweise war er auf den tiefsten Stand seit 16 Wochen geruscht. Der breiter gefasste Topix verlor 0,1 Prozent.

Der Nikkei mit den 225 Standardwerten gab im Mittagshandel um 0,4 Prozent auf 19.384 Punkte nach. Der breiter aufgestellte Topix sank um 0,2 Prozent auf 1593 Stellen. Auf den Verkaufslisten standen etwa Finanzwerte. So gaben die Papiere von Mitsubishi UFJ 1,3 Prozent und die von Nomura 1,8 Prozent ab.

Der Dollar zeigte sich zum Euro kaum verändert und notierte mit 1,1753. Im Vergleich zur japanischen Währung kostete der Greenback 109,22 Yen.

In Japan mehren sich unterdessen die Anzeichen für eine breite wirtschaftliche Erholung. Wie eine am Montag veröffentlichte Reuters-Umfrage bei großen und mittleren Unternehmen ergab, stieg das Vertrauen in Industriebetrieben im August um einen Punkt auf 27. Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren, als die Welt kurz vor der Finanzkrise stand.

Im Dienstleistungsbereich nahm der Optimismus dagegen ab: Der Index sank um vier Punkte auf 29, was ein vergleichsweise hoher Wert ist. Der Umfrage zufolge wird allerdings in den kommenden Monaten eine Abkühlung erwartet.

Im Frühjahrsquartal war die japanische Wirtschaft überraschend so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Gründe waren die größere Konsumfreude der Bürger und Investitionen von Firmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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