Börsen Asien: Handel in China ruhig – Kursrückgänge in Japan

Börsen Asien
Handel in China ruhig – Kursrückgänge in Japan

An den asiatischen Märkten setzt am Dienstag Erleichterung ein: Bis auf Japan hat sich der Handel in Fernost etwas stabilisiert. Der Ölpreis setzt allerdings seine Talfahrt fort, Banken senken ihre Prognosen.

Shanghai/SingapurDie von Sorgen über die chinesische Konjunktur ausgelöste Börsenschwäche in Asien hat sich am Dienstag zunächst nicht fortgesetzt. Mit Ausnahme von Japan, wo die Börse nach einem Feiertag nachgab, stabilisierten sich die Märkte.

Der MSCI-Asien-Pazifik-Index für die Aktienkurse großer Firmen außerhalb Japans stieg leicht um 0,3 Prozent, bewegte sich damit aber immer nahe seinem am Montag erreichten Vier-Jahres-Tief. Auch die chinesischen Indizes Shanghai Composite und CSI300 konnten sich leicht erholen. In Tokio dagegen verlor der Nikkei 225 fast drei Prozent. Der mehr Werte umfassende japanische Index Topix gab 3,1 Prozent nach und hat mit dem sechsten Verlusttag in Folge die Gewinne des Vorjahres aufgezehrt.

Sämtliche Sektoren an Asiens Leitbörse verzeichneten Verluste, angeführt von Titeln der Bergbau- und Ölbranche sowie der Schiffstransport-Branche. Vermiest wurde die Stimmung am Markt auch durch die instabilen Börsen in Übersee sowie die Festigung des Yen, der Japans wichtige Exporte verteuert. Zwischenzeitlich notierte der Nikkei-Index einen heftigen Abschlag von mehr als 500 Punkten.

Der Ölpreis hat seine Talfahrt am Dienstag im asiatischen Handel fortgesetzt. Die Sorten Brent und WTI wurden unter 31 Dollar je Barrel gehandelt, damit haben sie allein seit Jahresbeginn rund ein Fünftel an Wert verloren.

Banken senkten ihre Prognosen für den Ölpreis im laufenden Jahr, die Analysten der Barclays Bank erklärten das mit einer „deutlichen Verschlechterung der Fundamentaldaten zu Jahresbeginn“. „Wir erwarten Brent und WTI jetzt für 2016 im Mittel beide bei 37 Dollar je Barrel, verglichen mit unseren bisherigen Prognosen von 60 und 56 Dollar“, so Barclays. WTI wurde am Dienstag mit 31,15 Dollar je Barrel notiert, Brent-Futures sanken auf 31,35 Dollar, ihren niedrigsten Stand seit April 2004.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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