Börsen Asien
Höherer Ölpreis zieht Asien-Börsen mit

Ein Anstieg der Ölpreise hat den Aktienmärkten in Fernost am Donnerstag Auftrieb gegeben. In Tokio hielten sich die Kursgewinne insgesamt aber durch die Zögerlichkeit der Anleger in Grenzen.
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TokioNiedrigere Öl-Lagerbestände in den USA und die Aussicht auf eine anhaltende Opec-Produktionsbremse verteuerten das Rohöl. An den asiatischen Aktienbörsen waren deshalb Energiewerte gefragt. In Tokio sprachen Händler hingegen von einem vorsichtigen Agieren der Investoren bei einem Nikkei-Index nahe der Marke von 20.000 Punkten. Die Kauflust werde erst wiederkommen, wenn die Kurse in den USA stiegen, sagte Analyst Yutaka Miura vom Finanzhaus Mizuho Securities. Der Dow-Jones-Index der US-Standardwerte hatte am Mittwoch im Minus geschlossen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 19.961 aus dem Handel. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent. Gegen den Trend lag die Börse in Shanghai 0,4 Prozent im Minus. Hier bereitete den Anlegern eine strengere Regulierung der Kreditvergabe Sorgen.

Am Tokioter Aktienmarkt musste der VW-Rivale Toyota zeitweise einen Kursrückgang von fast zwei Prozent hinnehmen. Die Investoren verübelten dem Autobauer, dass er sie auf einen 20 Prozent niedrigeren Betriebsgewinn im laufenden Geschäftsjahr einstimmte. Bis zum Handelsschluss drehte der Kurs aber wieder ins Plus, die Papiere notierten schließlich 0,7 Prozent fester.

Nach dem jüngsten Plus von rund drei Prozent ging es an den Ölmärkten weiter nach oben: US-Rohöl wurde 0,7 Prozent höher zu 47,63 Dollar je Barrel gehandelt, die Nordsee-Sorte Brent kostete mit 50,52 Dollar pro Fass 0,6 Prozent mehr.

Ein Euro wurde mit 1,0874 Dollar bewertet nach 1,0866 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 114,10 Yen gehandelt nach 114,27 Yen in den USA.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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