Börsen Asien
Japans Anleger hoffen auf lockere Geldpolitik

Die Hoffnung auf eine weitere geldpolitische Lockerung hat die japanische Börse ins Plus befördert. Bei den Einzelwerten rückte ein Autobauer in den Fokus der Anleger.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenausklang keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Tokioter Börse drehte nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Hintergrund war ein Medienbericht wonach die japanische Zentralbank Negativzinsen auch für die Kreditvergabe in Erwägung ziehe. Dies drückte auch den Yen, wovon japanische Exportwerte profitierten. Der Tokioter Leitindex Nikkei schloss 1,2 Prozent fester bei 17.572 Punkten - so hoch wie seit elfeinhalb Wochen nicht mehr. Die China-Börsen lagen leicht im Plus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab dagegen nach negativen US-Vorgaben 0,7 Prozent nach.

An der Wall Street hatten die Investoren nach den jüngsten Kursgewinnen auf die Bremse getreten. Der Dollar stieg um 0,8 Prozent auf 110.29 Yen. Der Euro stabilisierte sich zur US-Währung. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1295 Dollar. US-Rohöl verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 45,12 Dollar je Barrel.

Die japanische Zentralbank erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, in bestimmten Kreditgeschäften mit japanischen Geldhäusern negative Zinsen einzuführen. Damit solle die Konjunktur angekurbelt und die Inflation angeheizt werden.

Die meisten japanische Autohersteller legten kräftig zu: Die Aktien von Toyota schlossen 1,6 Prozent fester, die von Nissan erhöhten sich um 1,7 Prozent.

Dagegen brachen die Anteilsscheine vom Rivalen Mitsubishi um 14 Prozent auf ein neues Rekordtief ein. Hintergrund ist der Skandal um geschönte Verbrauchswerte.

Ebenfalls gegen den allgemeinen Börsentrend büßten die Papiere von Sony 1,7 Prozent an Wert ein. Der Elektronik-Riese bekommt die geringere Nachfrage nach Kameramodulen für Smartphones zu spüren. Der Konzern verfehlte deswegen im Geschäftsjahr 2015/16 sein Ergebnisziel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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