Börsen Asien
Lockere Geldpolitik treibt Nikkei und Co.

Hoffnung auf weitere geldpolitische Lockerungen haben die Märkte in Asien angetrieben. Die Verluste seit August sind weitgehend wett gemacht.

TokioDie asiatischen Börsen sind am Montag überwiegend mit Gewinnen in die neue Woche gestartet und haben ihre Verluste nach der Abwertung der chinesischen Währung im August inzwischen fast vollständig kompensiert. Schwung erhielten die Aktienkurse vor allem von der Zinssenkung der chinesischen Notenbank am Freitag. Sie hatte den Leitzins mit einjähriger Laufzeit um einen Viertelpunkt auf 4,35 Prozent gesenkt und ihre Bereitschaft angedeutet, bei Bedarf nachzulegen.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans kletterte 0,13 Prozent. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,65 Prozent im Plus bei 18.947 Punkten. In China zeigten sich die Börse in Shanghai als auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen recht volatil. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Viele blicken auch auf das Treffen des Zentralkomitees der regierenden Kommunistischen Partei, auf dem von Montag bis Donnerstag über einen neuen Fünf-Jahres-Wirtschaftsplan beraten wird.

Mit der Zinssenkung in China und der vorangegangenen Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), ihre Politik der geldpolitischen Lockerung fortzusetzen, wuchs bei den Anlegern die Erwartung, dass auf die Notenbank Japans am Freitag dem Trend folgen wird. Außerdem gehen die Börsianer davon aus, dass die US-Notenbank Fed bei ihrem Treffen am Dienstag und Mittwoch wohl keine Anhebung der Zinsen beschließen wird. Der Euro zeigte sich im Devisenhandel in Fernost wenig verändert und wurde mit 1,1032 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 121,10 Yen gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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