Börsen Asien
Nikkei verliert gegen den Trend

Asiens Börsen reagieren auf die politischen Spannungen nach dem nordkoreanischen Raketentest uneinheitlich. In Hongkong und Seoul können die Kurse leicht zulegen. Japans Leitindex Nikkei geht mit Verlusten aus dem Handel.
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TokioDie weltpolitischen Spannungen nach dem nordkoreanischen Raketentest halten die Börsen in Fernost in Atem. In Japan folgten die Kurse dem Vorbild der USA und gaben etwas nach. Der Nikkei-Index sank um 0,2 Prozent auf 19.344 Punkte. Der Handel war dünn, viele Investoren hielten sich zunächst zurück. „Auch wenn wir nicht vorgeben wollen zu wissen, wie sich die politischen Ereignisse in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln, gehen wir davon aus, dass sie weiterhin die Schlagzeilen dominieren und Auswirkungen auf die Risikofreude der Investoren haben“, schrieb Oliver Jones von Capital Economics. Analysten sehen Fortschritte bei Trumps Projekten
Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann indes 0,6 Prozent. In Schanghai bewegten sich die Kurse kaum. In Hongkong zog der Index 0,4 Prozent an. In Seoul ging es um 0,6 Prozent nach oben.

Analysten führten dies zum einen darauf zurück, dass US-Präsident Donald Trump Fortschritte bei der Umsetzung seiner Versprechen mache. Sie verwiesen darauf, dass Trumps Republikaner einen Vorschlag vorgelegt haben, mit dem weite Teile der Gesundheitsreform aufgehoben werden sollen. Zum anderen gebe es positive Aussichten für den Technologie-Sektor, sagte James Woods, Analyst bei Rivkin in Sydney. „Deshalb nutzen Investoren die Dellen als Kaufgelegenheit.“
Der Yen bewegte sich kaum, ein Dollar kostete 113,94 Yen. Die US-Währung hatte zuletzt zugelegt. Investoren gehen davon aus, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung im März die Zinsen anhebt. Das macht Anlagen in den USA lukrativer. Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,0586 Dollar gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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