Börsen Asien
Schwache Börsenstimmung in Fernost

Zu Wochenbeginn überwog an den Börsen Schanghai und Shenzen der Pessimismus über die weitere Konjunkturentwicklung. Auch in Tokio standen die wichtigsten Indizes unter Druck – und gaben nach.

TokioPessimismus über die weitere Konjunkturentwicklung in China sowie Nervosität im Vorfeld der US-Zinsentscheidung haben Asiens Aktienmärkte zu Wochenbeginn belastet. Nach der Vorlage von Daten zur Industrieproduktion und Investitionen am Wochenende verdichteten sich die Anzeichen, dass sich die zweitgrößte Volkswirtschaft weiter abschwächt. Ökonomen rechnen daher mit zusätzlichen Schritten der Regierung zur Stützung des Wachstums.

Am Montag fiel der Index der 300 wichtigsten Werte in Shenzhen und Shanghai um 3,5 Prozent. „Der Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft ist ziemlich hoch, deswegen bleibt die Stimmung unter den Investoren schwach“, sagte Marktstratege Gu Yongtao von Cinda Securities.

Viele Fernost-Investoren hielten sich auch wegen der anstehenden Entscheidung der US-Notenbank Fed am Donnerstag zurück, sagten Händler. „Die Chancen, dass die Fed diese Woche die Zinsen erhöht stehen 50 zu 50“, sagte Analyst Fumio Nakakubo von der UBS. Im Dezember rechne er aber mit einer Erhöhung der Zinsen.

An der Börse Tokio, dem wichtigsten Handelsplatz des Kontinents, gab der Nikkei-Index bis Handelsschluss 1,6 Prozent auf 17.965 Punkt nach. Der breiter gefasste Topix fiel um 1,2 Prozent auf 1462 Stellen. Unter Druck standen vor allem Aktien von Energie- und Telekomfirmen. Letztere litten darunter, dass Regierungschef Shinzo Abe vergangene Woche niedrigere Mobilfunkgebühren gefordert hatte. Papiere von Softbank gaben 5,5 Prozent nach, NTT Docomo verbilligten sich um knapp zehn Prozent.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans zeigte sich nervös und schwankte zwischen Plus und Minus hin und her. Zuletzt lag er 0,2 Prozent höher. Der Euro kostete im fernöstlichen Handel 1,1350 Dollar und legte damit leicht zu. Die US-Währung stand wegen der mit Spannung erwarteten Sitzung der Fed unter Druck.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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