Börsen Asien
Schwacher Ölpreis belastet Tokioter Handel

Wie schon den Kollegen an der Wall Street bereitet der stetige Ölpreisverfall auch den Anlegern in Fernost Bauchschmerzen. Der Nikkei gibt am Donnerstag deutlich nach.

TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag überwiegend nachgegeben. Wie zuvor in den USA belastete der niedrige Ölpreis die Stimmung und nährte den Pessimismus über das globale Wirtschaftswachstum. Der Euro hielt sich stabil. Er bekam Unterstützung durch Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny. Dieser hatte am Vortag die Einschätzung geäußert, die Märkte würden zu viel Stimulierung von der EZB erwarten.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,32 Prozent tiefer bei 19.046 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,98 Prozent auf 1540 Punkte. Die Börse in Shanghai lag 0,46 Prozent niedriger und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen fiel um 0,35 Prozent. Der MSCI-Index asiatischer Werte außerhalb Japans verlor 0,16 Prozent.

"Im Moment gehen die Leute davon aus, dass der Ölpreis ein Barometer für den weltweiten Handel ist", sagte Nicholas Smith von CLSA. "Sie befürchten, dass ein niedriger Preis bedeutet, dass es keine Nachfrage gibt." Im Blick der Händler stehe jedoch zuallererst die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche. Allgemein wird erwartet, dass die Fed dann die Zinswende in den USA einleitet.

Ein Euro wurde mit 1,0996 Dollar bewertet nach 1,1024 Dollar im späten New Yorker Handel und einen Monatshoch im nächtlichen Handel von 1,1044 Dollar. In japanischer Währung kostete der Dollar 121,69 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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