Börsen Asien
Starker Yen und Nordkorea-Krise drücken Nikkei-Index

Am Samstag ist Feiertag in Nordkorea. Experten befürchten, dass die Führung in Pjöngjang diesen zu einem neuen Raketentest nutzen könnte. Das drückt in den Börsen in Asien auf die Stimmung.
  • 0

TokioDie Börse in Tokio wurde am Freitag von Sorgen vor einem erneuten Raketentest Nordkoreas belastet. Das international weitgehend isolierte Land kündigte „machtvolle Gegenmaßnahmen“ an wegen der Bemühungen der USA, neue Sanktionen durchzusetzen. „Es ist schwer, jetzt Aktien zu kaufen“, sagte der Anlageexperte eines japanisches Versicherungskonzerns. Samstag ist ein wichtiger Feiertag in Nordkorea – das Land feiert seinen Unabhängigkeitstag. Experten zufolge könnte dieser zu einem neuen Raketentest genutzt werden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 19.275 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert bei 1598 Punkten. Das lag auch an dem starken Yen, der die japanischen Aktienmärkte belastete. Der Dollar verlor 0,8 Prozent auf 107,61 Yen. Damit werden Waren japanischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig. Darüber hinaus erwarteten Börsianer einen weiteren Atomraketentest Nordkoreas, weil das Land am Wochenende seinen Unabhängigkeitstag feiert. Vor diesem Hintergrund rutschten die Titel von Hyundai um 1,8 Prozent ab. Investoren befürchteten, dass sich der chinesische Partner BAIC aus der Kooperation mit dem südkoreanischen Autobauer zurückzieht. Genährt wurden diese Spekulationen von der Verärgerung des nordkoreanischen Verbündeten China über die Aufstellung eines Raketen-Abwehrsystems in Südkorea.

Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent. Ein Euro wurde mit 1,2066 Dollar bewertet nach 1,2021 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 108,21 Yen gehandelt nach 108,44 Yen in den USA.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börsen Asien: Starker Yen und Nordkorea-Krise drücken Nikkei-Index"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%