Börsen Asien
Tokioter Börse schließt auf Fünfmonatshoch

Gute Vorgaben aus den USA stützten am Donnerstag den Handel in Fernost. Der hohe Ölpreis trieb die Märkte, in China entspannt sich die Lage. Unter den Einzelwerten glänzt Mitsubishi, das einen bekannten Chef bekommt.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag dank Schwung aus den USA zugelegt. Fest im Blick hatten die Anleger die Fernsehdebatte der amerikanischen Präsidentschaftsbewerber Hillary Clinton und Donald Trump, in der sich die ehemalige Außenministerin Umfragen zufolge besser schlug als ihr Rivale. Die Märkte stellten sich schon praktisch auf einen Wahlsieg Clintons ein, sagte Analyst Hikaru Sato vom Finanzhaus Daiwa Securities. Im Juni aber habe das überraschende Votum der Briten für einen EU-Ausstieg gelehrt, dass die Stimmung noch in letzer Minute kippen könne. „Wir können nicht zu optimistisch sein.“

Der Tokioter Leitindex Nikkei schloss 1,4 Prozent höher bei 17.235 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 0,1 Prozent zu. In China legten die Börsen nach den erfreulichen Konjunkturzahlen, die gestern für ein Plus gesorgt hatten, nur noch minimal zu.

Auch der jüngste Anstieg der Ölpreise brachte die Aktienmärkte in Schwung. Nach einem deutlichen Plus am Mittwoch erreichte US-Rohöl am Donnerstag mit 51,93 Dollar je Barrel zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2015. Schließlich ging der Preis dann aber doch um 0,7 Prozent auf 51,25 Dollar zurück.

An der Tokioter Börse waren die Anteilsscheine von Mitsubishi gefragt. Die Prognose für einen Verlust in dem Ende März ablaufenden Geschäftsjahr hatte den Kurs des Autobauers zunächst belastet. Doch später überwog laut Händlern die Hoffnung, Nissan -Chef Carlos Ghosn könne nach dem Einstieg seines Konzerns bei Mitsubishi an der Managementspitze das Ruder herumreißen. Die Aktien verteuerten sich um 2,7 Prozent, nachdem sie schon am Mittwoch um fast acht Prozent gestiegen waren.

Der Euro gab vor der EZB-Sitzung am Donnerstagmittag 0,1 Prozent auf 1,0963 Dollar nach. Die US-Währung stieg auf 103,75 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0854 und zum Dollar mit 0,9899.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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