Börsen Asien
Trumps Toyota-Tweet belastet den Nikkei

Die Twitter-Kritik von Donald Trump in Richtung Toyota geht auch am Nikkei nicht spurlos vorbei. Investoren trennten sich von Aktien japanischer Autobauer. Insgesamt endete der Handel in Asien wenig verändert.
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TokioDie Strafzoll-Drohung des designierten US-Präsidenten Donald Trump gegen den japanischen Autobauer Toyota hat die Tokioter Börse am Freitag belastet. Die Aktie des weltgrößten Autobauers gab 1,7 Prozent nach und zog auch die Kurse japanischer Rivalen wie Nissan und Honda nach unten. Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei schloss 0,3 Prozent tiefer bei 19.454 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent auf 1553 Zähler. Trump forderte von Toyota, auf den Bau eines Werkes in Mexiko zu verzichten, und drohte dem Konzern mit hohen Strafzöllen für den Import von in dem benachbarten Niedriglohnland gebauten Autos.

Die übrigen Märkte in Fernost präsentierten sich zum Wochenausklang wenig verändert. Die chinesische Börse in Shanghai gab leicht nach. Die südkoreanische Börse in Seoul legte dagegen leicht zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle.

In Tokio standen vor allem die Autobauer im Blickfeld. Toyota-Titel büßten zeitweise rund drei Prozent ein. Die Aktien des zweitgrößten Japanischen Herstellers Nissan verloren 2,2 Prozent, die Papiere des Rivalen Honda gaben 1,9 Prozent nach. Die Anleger reagierten verunsichert, nachdem sich Trump nach den US-Autobauern General Motors und Ford nun erstmals einem ausländischen Hersteller wegen der Produktion von Fahrzeugen in Mexiko gedroht hatte. Es gebe in Tokio insgesamt eine Kurskorrektur nach der Rally im Zuge der Trump-Wahl, sagte Analyst Koichi Yoshikawa von der britischen Bank Standard Chartered. Am Markt setze sich mehr und mehr der Eindruck durch, dass Trumps Pläne für die Wirtschaft sehr auf dem Prinzip Hoffnung basierten.

Das japanische Börsenschwergewicht Fast Retailing drückte zusätzlich auf die Stimmung, nachdem der Modekonzern mitteilte, dass es bei seiner Ladenkette Uniqlo im Dezember nicht so gut lief wie vor einem Jahr. Die Aktien verbilligten sich um 6,7 Prozent. Anleger hielten sich Händlern zufolge zudem insgesamt zurück angesichts der mit Spannung für den Freitag erwarteten offiziellen US-Arbeitsmarktdaten.

Der Euro notierte in Fernost kaum verändert bei 1,0608 Dollar. Der Dollar gab zur japanischen Währung 0,2 Prozent auf 115,15 Yen nach. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0702 und zum Dollar mit 1,0105.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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