Börsen-Ausblick Die Todesspirale

Anleger sind im Angst-Modus. Sie fürchten eine globale Rezession und Deflation. Aktien stehen auf den Verkaufslisten. Doch es gibt Titel, bei denen die ganz Mutigen schon zugreifen.
Geht es an den Aktienbörsen weiter bergab? Quelle: dpa
Blick in den Abgrund

Geht es an den Aktienbörsen weiter bergab?

(Foto: dpa)

Frankfurt am MainDie Tagesnachricht passte gut ins Bild. Am Freitag wurde die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA veröffentlicht. Analysten hatten mehr erwartet als die gemeldeten 151.000. Das war enttäuschend.

Entscheidend war weniger die einzelne Zahl. Es war etwas anderes: Die Skeptiker fühlten sich bestätigt. In den vergangenen Wochen haben die Sorgen vor einer globalen Rezession zugenommen. Der Gedanke: Ein steigender Dollar, fallende Rohstoffpreise, ein schwacher Welthandel, Turbulenzen in den Schwellenländern könnten die Ökonomien belasten.

Die Analysten der Bank Citi haben für diese sich gegenseitig verstärkende Abwärtsdrift einen Begriff geprägt. Sie sprechen von einer „Todesspirale“. Daran habe zwar niemand Interesse. Auch würden weder die Dollarstärke anhalten noch der Ölpreis weiter stark verfallen. Doch die Citi-Experten schränken ein: „Es steht viel auf dem Spiel, vielleicht mehr als jemals zuvor seit Ende des Zweiten Weltkriegs.“

Vor allem die Notenbanken kämpfen seit geraumer Zeit gegen die deflationären Tendenzen. Dazu passt die jüngste und überraschende Zinssenkung der Bank von Japan. Sie hatte einen negativen Leitzins gesetzt, wie zuvor auch die EZB. Die Citi-Analysten glauben, dass andere Länder den Beispielen folgen werden. Sie stellen eine Frage und beantworten sie gleich: „Welche Länder könnten auf die Liste kommen? Fast jedes.“

Die Notenbanken wollen mit solchen Maßnahmen die erwähnte Todesspirale verhindern. Ein Vertreter des Institute of International Finance, einer globalen Vereinigung von Finanzinstituten, hat jetzt indirekt gewarnt. Chefökonom Charles Collyns erklärte: „Es gibt weiterhin ein echtes Problem der Nachfrageschwäche und blindem Vertrauen in die Geldpolitik, die die Nachfrageschwäche und deflationären Kräfte bekämpfen will.“

Die besten und die schlechtesten Aktien im Januar

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
L&S

+0,42 +0,26%
+164,70€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
Volkswagen
1 von 20

Flops im Dax

In Deutschland beginnt die Reparatur von Autos, die vom Abgasskandal bei Volkswagen betroffen sind. Die Unsicherheit über Strafen für „Dieselgate“ und eine mögliche Wachstumsschwäche in China drücken auf die Aktie.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: minus 19,4 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
L&S

+0,41 +0,48%
+87,17€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
2 von 20

Auch bei BMW geht es für die Aktie abwärts. Auch hier drücken die Nervosität über das China-Geschäft und die wackeligen globalen Konjunkturaussichten auf den Kurs.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: minus 20,8 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007500001
Börse
L&S

-0,10 -0,45%
+22,69€
Chart von THYSSENKRUPP AG INHABER-AKTIEN O.N.
Thyssen-Krupp
3 von 20

Die Thyssen-Krupp-Aktie leidet unter dem schlechten Marktumfeld. „Die Lage der europäischen Stahlindustrie ist in der Tat besorgniserregend“, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger am Freitag auf der Hauptversammlung in Bochum.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: minus 20,8 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000CBK1001
Börse
L&S

-0,07 -0,53%
+13,09€
Chart von COMMERZBANK AG INHABER-AKTIEN O.N.
Commerzbank
4 von 20

Bankaktien haben es derzeit in den allermeisten Fällen schwer. Die Commerzbank kann sich dem Branchentief nicht entziehen.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: minus 21,9 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005140008
Börse
L&S

+0,08 +0,60%
+13,53€
Chart von DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Bank
5 von 20

Die Deutsche Bank hat den größten Verlust der Konzerngeschichte gemeldet und schwächelt auch im wichtigen Kerngeschäft, dem Investmentbanking.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: minus 28,7 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005200000
Börse
L&S

-0,80 -0,87%
+90,24€
Chart von BEIERSDORF AG INHABER-AKTIEN O.N.
Beiersdorf
6 von 20

Top im Dax

Der Hersteller von Nivea und Tesafilm, Beiersdorf, schafft es unter die Top-5 im Deutschen Aktienindex, trotz eines leichten Minus im Januar. Doch der gesamten Index liegt eben fast zehn Prozent im Minus seit dem Jahreswechsel.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: minus 1,01 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

FRESENIUS MEDICAL CARE KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005785802
Börse
L&S

-0,05 -0,06%
+87,30€
Chart von FRESENIUS MEDICAL CARE KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Fresenius Medical Care
7 von 20

Erste von vier Dax-Aktien im Plus in diesem Monat ist das Papier des Gesundheitsspezialisten Fresenius Medical Care. Viele Anleger waren zuletzt einer Empfehlung von Goldman Sachs gefolgt und hatten die Papiere gekauft.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: plus 2,65 Prozent

Alle Daten: Stand 29.1.2016, 12 Uhr

Aktien bleiben im Abwärtsmodus
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