Börsen-Ausblick
Verkehrte Welt

Steigende Ölpreise sind eigentlich schlecht für die Konjunktur und sollten negativ auf Aktienkurse wirken. Aktuell ist es jedoch umgekehrt. Das stimmt die Anleger hoffnungsvoll für die neue Handelswoche.

DüsseldorfNeue Woche – alte Fragen. Wohin geht der Ölpreis? Pumpt die Europäische Zentralbank (EZB) über kurz oder lang noch mehr Geld in die Kapitalmärkte, um dem Inflationsziel von zwei Prozent trotz sinkender Energiekosten wenigsten ein wenig näher zu kommen? Drohen weitere Hiobsbotschaften aus China, die den Aktienmarkt belasten?

Die letzte Frage könnte als erstes beantwortet werden. Am Montag wird der Caixin-Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie veröffentlicht. Sollte der Index nochmals leicht nachgeben, „dürfte sich die Stimmung an den globalen Finanzmärkten zunächst erneut eintrüben“, erwartet die BayernLB.

Wie sich der Ölpreis entwickelt, ist schwerer vorhersehbar, denn mit der Veröffentlichung marktrelevanter Daten zu diesem Rohstoff ist in der kommenden Woche nicht zu rechnen. Grundsätzlich gilt: Sinkende Ölpreise schieben die Wirtschaft an. Insofern freuen sich die Analysten der BayernLB: „Der Aufschwung kommt mit dem Tankwagen.“

Nur ein aus früheren Zeiten bekanntes Muster funktioniert zurzeit nicht. Am Aktienmarkt wird der Konjunkturimpuls nicht positiv aufgenommen. Die Kurse ziehen nicht mit. Ölpreise und Aktienkurse tendieren seit Jahresbeginn – von kurzen positiven Ausschlägen nach oben abgesehen – nach unten. Deutschlands Unternehmen sind ebenfalls skeptisch bezüglich ihrer Zukunftschancen. Der jüngste Ifo-Geschäftsklima-Index zeigt eines der schlechtesten Ergebnisse der vergangen zwölf Monate. Ein Zeichen von Verunsicherung, das nach Ansicht der DZ-Bank-Experten von der Baisse auf den Rohstoffmärkten ausgeht.

Nach Kursrückgängen von bis zu 15 Prozent, die die DZ Bank für übertrieben hält, ist nach ihrer Ansicht „allen bestehenden Unwägbarkeiten ausreichend Rechnung getragen sein“. Und weiter: „Wir halten daher eine Fortsetzung der Kurserholung für wahrscheinlich“, schreibt das Institut.

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