Börsen-Entscheidung zur Index-Zusammensetzung am späten Abend
Jüngste US-Daten beflügeln Dax-Werte

Erleichterung über die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hat zum Wochenschluss den deutschen Standadwerten weiteren Auftrieb gegeben. Allerdings warnten Händler, die erste Reaktion auf die Daten sei übertrieben. Zu den Gewinnern im Dax gehörten Auto- und Pharmatitel, Tech-Werte wurden durch Intel belastet.

HB FRANKFURT .Die Senkung der Umsatz- und Gewinnprognose des weltgrößten Halbleiter-Herstellers Intel für das laufende Quartal setzte aber die Chipwerte europaweit unter Druck und belastete auch die Wall Street. Der Dow-Jones-Index verlor bis zum europäischen Handelsschluss moderate 0,13 Prozent, während der Nasdaq-Composite-Index 1,6 Prozent an Wert verlor.

Außerhalb der Landwirtschaft waren in den USA im August mit 144.000 zwar weniger Stellen neu geschaffen worden als von Analysten im Schnitt mit 150.000 prognostiziert. Aber da zugleich die Daten für die beiden Vormonate nach oben revidiert wurden und zudem die Arbeitslosenquote leicht fiel, überwog die Erleichterung über die Daten, wie Händler erläuterten.

In den beiden vorangegangenen Monaten waren die Arbeitsmarktdaten deutlich schlechter als erwartet ausgefallen.

Vor allem die Titel des Münchener Halbleiterherstellers Infineon gerieten wegen der Enttäuschung über den Chipproduzenten unter Druck und verloren knapp vier Prozent auf 7,81 Euro.

Die Technologiewerte reagierten indes mit Abschlägen auf die Nachricht, wonach Intel seine Umsatzprognose und seine Erwartungen für die Gewinnmarge für das dritte Quartal gesenkt hat. Der Intel-Aktienkurs brach in New York um mehr als acht Prozetn auf 19,90 Dollar ein. Vor allem die Titel des Münchener Halbleiterherstellers Infineon gerieten unter Druck und stürzten zeitweise um fast sechs Prozent auf 7,65 Euro ab.

Auch die Aktien des Softwareherstellers SAP gehörten zeitweise zu den größten Verlierern, erholte sich mit dem Gesamtmarkt am Nachmittag aber spürbar.

Nach Einschätzung von Analysten spricht der gesenkte Ausblick des Weltmarktführers Intel dafür, dass sich der Wachstumszyklus in der Halbleiterbranche, der durch zunehmende Nachfrage nach Computern, Mobiltelefonen und anderer Elektronik angetrieben wurde, nun abschwächt.

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