Börsen Europa
Anhaltende Verluste in USA drücken EuroStoxx

Die europäischen Börsen haben am Dienstag ihre Talfahrt fortgesetzt und erneut schwach geschlossen. Insgesamt fehlten die nötigen Impulse, um sich gegen die anhaltenden Verluste in den USA zu stemmen, hieß es am Markt. Auch charttechnisch seien mittlerweile alle Indizes angeschlagen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Dienstag ihre Talfahrt fortgesetzt und erneut schwach geschlossen. Insgesamt fehlten die nötigen Impulse, um sich gegen die anhaltenden Verluste in den USA zu stemmen, hieß es am Markt. Auch charttechnisch seien mittlerweile alle Indizes angeschlagen. "Viele, die auf eine Erholung gesetzt hatten, retten jetzt noch alles, was möglich ist", begründete ein Händler die starken Kursverluste im späten Handel.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 büßte zum Handelsschluss 1,78 Prozent auf 3 610,20 Punkte ein. Der Stoxx 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, sank um 1,54 Prozent auf 3 095,37 Zähler. Der Euronext 100 gab um 1,31 Prozent auf 832,16 Punkte nach. In Paris fiel der CAC 40 um 1,41 Prozent auf 4 675,91 Punkte. Der Londoner Ftse 100 schloss 0,87 Prozent tiefer bei 5 767,70 Zählern.

PSA Peugeot Citroen rutschten um 5,88 Prozent auf 49,31 Euro ab. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge der Autobauer seine Umsatzprognose für den europäischen Markt, den Hauptabsatzmarkt von Peugeot, senken will. "Das ist eine schlechte Nachricht für die Aktie, da Peugeot 80 Prozent seiner Absätze auf dem europäische Markt macht", sagte ein Händler. Konkurrent Renault wurde in Sippenhaft genommen und verlor 5,10 Prozent auf 66,76 Euro.

Unterdessen gewannen Schneider Electric an der Spitze des Eurostoxx 1,52 Prozent auf 75,43 Euro. Händler verwiesen auf optimistische Aussagen von Unternehmenschef Jean-Pascal Tricoire auf einem Investorentreffen in London. Iberdrola profitierten Börsianern zufolge von anhaltenden Übernahmespekulationen, die kurz vor den Wahlen in Spanien am kommenden Sonntag angeheizt würden. Die Titel legten um 1,50 Prozent auf 9,48 Euro zu.

In London brachen Cable & Wireless um 11,50 Prozent auf 157,00 Pence ein. Die britische Telefongesellschaft hat Händlern zufolge mit ihrem Strategie-Update enttäuscht. Die Analysten von Collins Stewart stuften die Titel in einer ersten Reaktion von "Buy" auf "Hold" ab. Auch Titel der Admiral Group rutschten massiv ab und büßten 15,67 Prozent auf 845,00 Pence ein. Die Zahlen seien zwar wie erwartet ausgefallen, hieß es am Markt. Allerdings seien sie von Zweifeln über die herausfordernden künftigen Marktbedingungen und einer Abstufung der Citigroup überschattet worden.

Schroders kletterten mit plus 3,89 Prozent auf 962,00 Pence unter die stärksten Werte im "Footsie". Analysten und Händler lobten die Zahlen des Vermögensverwalters. Der Gewinn sei um 35 Prozent gestiegen - Merrill Lynch bezeichnete die Zahlen als "gut", sie hätten die Schätzungen übertroffen.

In der Schweiz hielten sich Adecco mit minus 0,46 Prozent auf 53,60 Franken noch unter den Top-Werten. Die weltgrößte Zeitarbeitsfirma profitierte 2007 vom weltweit guten Wirtschaftsklima und steigerte den Umsatz. Damit übertraf Adecco die Markterwartungen leicht.

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