Börsen Fernost
Aktien in Asien legen zu

Asiens Börsen steigen auf den höchsten Stand seit mehreren Monaten. Ein Grund ist die Absage von Lawrence Summers für den Chefposten der US-Notenbank.
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TokioDer Verzicht des ehemaligen US-Finanzministers Lawrence Summers auf die Kandidatur für den Spitzenposten der US-Notenbank hat die asiatischen Aktienmärkte am Montag beflügelt. Die Börsen in den meisten Ländern legten zu, nachdem Summers erklärt hatte, er stehe nicht als möglicher Nachfolger des scheidenden Fed-Chefs Ben Bernanke zur Verfügung.

Analysten rechnen nun der Fed-Vizechefin Janet Yellen die größten Chancen aus, an die Spitze der Notenbank zu wechseln. Experten gehen davon aus, dass in diesem Fall die US-Geldpolitik für eine lange Zeit ultralocker bleiben wird und eine Zinserhöhung noch weiter in die Zukunft rückt. Der Dollar geriet daraufhin unter Druck.

Der Euro kostete 1,3363 Dollar und damit so viel wie seit mehreren Wochen nicht mehr, auch das britische Pfund und der Schweizer Franken legten zu. Die Aktienmärkte gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Der Index für die asiatischen Börsen außerhalb Japans gewann fast 1,5 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang Juni. Der Index der Börse Taiwan legte 1,4 Prozent zu. In Indonesien gewannen die Aktien 1,7 Prozent, in Singapur 1,6 Prozent, in Australien 0,6 Prozent. Die Börse in Tokio war wegen eines Feiertags geschlossen.

Yellen gilt als geldpolitische Taube. Sie dürfte in erster Linie auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt achten und solange weiter aus vollen Rohren schießen, bis ihre Ziele erreicht seien, sagten Fachleute. "Die kurzfristigen Zinsen werden länger bei Null bleiben, als man es je für möglich gehalten hätte", sagte Chris Rupkey, Chefanalyst bei der Investmentbank Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Eine erste Zinserhöhung könnte sogar erst 2016 kommen, wenn Yellen neue Fed-Chefin werde, nicht schon 2015, wie derzeit angenommen. "Die Fed wird so lange schießen, bis die Arbeitslosenquote auf das Vollbeschäftigungsniveau gefallen ist, und das heißt, die neue Zielmarke könnte eher bei 5,5 Prozent liegen, nicht bei 6,5 Prozent."

Auch die Entspannung in der Syrien-Krise hob die Stimmung an den Börsen. Am Samstag einigten sich Russland und die USA auf die Zerstörung der syrischen Chemiewaffen bis Mitte 2014. Zunächst muss Syrien nun binnen einer Woche Zahl und Art seiner Giftgas-Waffen auflisten.

UN-Inspektoren sollen das später überprüfen. Bei einem Verstoß wurden Syrien Konsequenzen angedroht. Das anstehende Treffen der Fed-Notenbanker am Dienstag und Mittwoch spielte dagegen kaum eine Rolle. Es wird damit gerechnet, dass die Währungshüter ihr Wertpapier-Ankaufprogramm im Volumen von 85 Milliarden Dollar drosseln.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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