Börsen Fernost: Anleger ignorieren Gewinneinbruch bei Samsung

Börsen Fernost
Anleger ignorieren Gewinneinbruch bei Samsung

Die Händler in Tokio schauen wieder über den Ozean: Nach schlechten Konjunkturdaten in den USA knickt auch in Japan die Börse ein. An der Börse in Seoul steigt die Aktie von Samsung zunächst leicht.
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TokioEnttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben die asiatischen Börsen am Dienstag belastet. In Tokio verzeichnete der Nikkei den zweiten Tag in Folge Verluste. Für Verunsicherung sorgten die US-Dienstleister, die zum Jahreswechsel überraschend an Fahrt verloren haben.

Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor sank im Dezember zum zweiten Mal in Folge. Das sei zwar kein Grund für Aktienverkäufe im großen Stil, sagte Analyst Hikaru Sato vom Wertpapierhändler Daiwa Securities. Gleichwohl sorge die Entwicklung aber für Zurückhaltung am Markt.

Nun warten Anleger gespannt auf die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten für weitere Informationen über die Entwicklung der US-Wirtschaft, von der auch die Drosselung der Konjunkturhilfen der amerikanischen Notenbank abhängt.

In Südkorea ging es für die Aktie des Elektronikriesen Samsung 0,2 Prozent nach unten. Hohe Bonuszahlungen an Mitarbeiter und der scharfe Wettbewerb mit Apple haben dem Smartphone-Hersteller einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im operativen Geschäft verdiente der südkoreanische Konzern von Oktober bis Dezember mit 8,3 Billionen Won (5,7 Milliarden Euro) knapp ein Fünftel weniger als noch im dritten Quartal.

Samsung hatte jüngst geschätzt eine Milliarde Dollar zum 20. Jahrestag der "New Management"-Strategie an seine Mitarbeiter ausgeschüttet. Konzernchef Lee Kun-hee hatte 1993 seine Manager aufgefordert, alles auszuwechseln "mit Ausnahme der eigenen Frauen und Kinder", um Samsung von einem regionalen Fernseh-Hersteller zum weltweiten Technologie-Führer zu machen.

Seitdem hat Samsung Sony bei Fernsehern, Nokia bei Mobiltelefonen und Apple bei Smartphones überholt. Analysten waren gleichwohl überrascht von dem kräftigen Rückgang des operativen Gewinns. Neben unerwartet hohen Bonus-Kosten habe offensichtlich auch die Gewinn-Marge im Smartphone-Geschäft angesichts hoher Kosten für Werbung gelitten, sagte Lee Seung-woo, Analyst von IBK Investment & Securities. Den 8,3 Billionen Won operativen Gewinn stand eine Analystenerwartung von durchschnittlich 9,75 Billionen gegenüber.

Die Aktie reagierte auf die Nachrichten an der Börse in Seoul so gut wie gar nicht. Der Kurs pendelte lange um das Vortagsniveau und fiel erst zum Schluss leicht.

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