Börsen Fernost
Feiertag in Asien

Die meisten Börsen in Asien sind geschlossen. Der australische Börsenbetreiber ASX muss vorerst keine Konkurrenz für sein Abwicklungsgeschäft durch den europäischen Anbieter LCH.Clearnet fürchten.
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TokioIn der von Feiertagen geprägten Finanzwoche in Fernost ist am Montag der Handel dünn geblieben. Wegen des chinesischen Neujahrsfests blieben die Aktienmärkte in China, Taiwan, Südkorea und Singapur geschlossen. In Japan wurde die Reichsgründung gefeiert und deswegen an den Börsen nicht gehandelt.

In Australien verlor der Leitindex leicht. Am Freitag hatte der ASX 200 noch auf dem höchsten Stand seit 34 Monaten geschlossen. Langsam richtet sich der Blick der Händler auf die beginnende Bilanzsaison in Australien. Unter anderem präsentieren der Bergbaukonzern Rio Tinto und die Commonwealth Bank in dieser Woche ihre Quartalszahlen.

Neben den Geschäftszahlen rücken auch Spanien und Italien wieder in den Fokus. Der Korruptionsskandal in Spanien und die bevorstehende Parlamentswahl in Italien sorgten trotz jüngst guter Konjunkturdaten aus China und den USA für Verunsicherung.
Der Euro hielt sich in Fernost bei dünnen Handelsumsätzen stabil bei Kursen von 1,3386 Dollar. Trotzdem blieben Händler für die weitere Entwicklung der Gemeinschaftswährung skeptisch. "Der Aufwärtstrend des Euro ist wahrscheinlich begrenzt und von kurzer Dauer", sagte Barclays-Analyst Aroop Chatterjee. "Wir rechnen damit, dass der Euro ab dem zweiten Quartal auf dem Rückmarsch ist." Der Dollar wurde mit 92,55 Yen gehandelt nach 92,70 Yen im späten New Yorker Handel am Freitag.

Überraschend starke Konjunkturdaten aus China hatten an den meisten asiatischen Aktienmärkten am Freitag für eine positive Stimmung gesorgt. Der Nikkei-Index war dagegen um 1,8 Prozent auf 11.153 Punkte gefallen.

Der australische Börsenbetreiber ASX muss vorerst keine Konkurrenz für sein Abwicklungsgeschäft durch den europäischen Anbieter LCH.Clearnet fürchten. Die australische Regierung kündigte am Montag an, eine Entscheidung über eine Öffnung des Marktes für das sogenannte Clearing werde erst in zwei Jahren fallen. Finanzminister Wayne Swan begründete den Aufschub damit, dass die ASX sich zu bestimmten Schritten für mehr Transparenz bereit erklärt habe.

Die Sorge über einen Verlust der Kontrolle über die heimischen Abwicklungssysteme war für Swan bereits beim Veto im Jahr 2011 gegen die Übernahme von ASX durch die Singapore Exchange ein entscheidender Faktor. Die Singapore Exchange hatte acht Milliarden Dollar für ASX geboten.

Bislang hat lediglich LCH.Clearnet eine Lizenz für Australien beantragt. Das in London ansässige Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Londoner Börse <LSE.L> will für 366 Millionen Euro die Mehrheit an LCH.Clearnet übernehmen.

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