Börsen Fernost
Samsung enttäuscht Anleger in Südkorea

Die Aktie des Apple-Konkurrenten Samsung gibt in Seoul nach. Analysten reagieren enttäuscht auf das neue Handy-Modell der Galaxy-Reihe. Die Börse in Tokio bleibt auch heute geschlossen.
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Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag Verluste verzeichnet. Verhaltene Daten aus dem US-Dienstleistungssektor drückten auf die Stimmung. Das Wachstum blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Börse in Seoul fiel zu Handelsbeginn mehr als 0,6 Prozent. Auch in Australien ging es bergab. Die Börsen in Tokio blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

In Südkorea gehörten Samsung Electronics sowie Hyundai Motor zu den bekanntesten Verlierern. Die Aktie gab knapp drei Prozent nach. Der weltgrößte Handyhersteller hatte zuvor in der Olympia-Stadt London ein neues Modell seiner Galaxy-Reihe vorgestellt. Der iPhone-Rivale SIII verfügt über einen größeren Touchscreen, eine Acht-Megapixel-Kamera und einen schnelleren Prozessor. Analysten reagierten verhalten. "Es ist kein ins Auge fallendes Gerät, dass die Konsumenten überwältigt", sagte Francisco Jeronimo von IDC.

Das Galaxy S3 ist der neueste Rivale von Apples iPhone und das Gegenstück zu dem neuen Modell des US-amerikanischen Konzerns, dessen Markteinführung Branchenbeobachter im dritten Quartal dieses Jahres erwarten. Bereits in den vergangenen zwölf Monaten ist es Samsung gelungen, den jahrelangen Branchenführer im Handygeschäft Nokia vom Thron zu stoßen und auch Apple Marktanteile abzujagen.

Insgesamt hat Samsung nach Angaben der Marktforscher von IDC im ersten Quartal dieses Jahres 42 Millionen Smartphones verkauft. Rivale Apple kam IDC zufolge lediglich auf gut 35 Millionen Stück. In Sachen Profitabilität hat der amerikanische Hersteller aber die Nase vorn. Apple weist regelmäßige operative Gewinnmargen von mehr als 40 Prozent auf, Samsung kommt lediglich auf knapp 20 Prozent.

Die anhaltende Ungewissheit über das Tempo der Konjunkturerholung in den USA hat die New Yorker Aktienmärkte gestern ins Minus gedrückt. Eine Reihe von Konjunkturdaten mit zum Teil widersprüchlicher Tendenz ließ die Anleger weiter ratlos zurück, wohin die Reise geht. So kamen zwar positive Signale vom Arbeitsmarkt, der die Investoren zuletzt besonders nervös gemacht hatte. Doch das Wachstum in dem für die USA so wichtigen Dienstleistungssektor blieb hinter den Erwartungen zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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