Börsen Fernost
US-Haushaltsstreit drückt Aktienkurse

Die Anleger in Asien schauen nach Amerika. Solange noch eine Zahlungsunfähigkeit der USA droht, belastet dies die Stimmung an den Aktienmärkten der Region. Die Börsen in Tokio und Hongkong sind geschlossen.
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TokioDer Haushaltsstreit in den USA hat die Asien-Börsen zu Wochenbeginn erneut belastet. Der Index für die Aktienmärkte außerhalb Japans notierte am Montag mit 0,2 Prozent im Minus. Die Börsen in Japan und Hongkong blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

An den übrigen Märkten war der Handel relativ dünn. In Singapur wurde ein Minus von 0,7 Prozent ausgemacht, in Taiwan von 0,9 Prozent. In Australien gab der Leitindex um 0,4 Prozent nach. In Shanghai wurde gegen den Trend ein Plus von 0,4 Prozent verzeichnet. Händler begründeten dies mit dem anhaltenden Optimismus über wirtschaftliche Reformen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Vorherrschendes Thema an den Märkten sei weiterhin der US-Haushaltsstreit, sagten Händler. Allerdings werde davon ausgegangen, dass es in letzter Minute eine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern geben werde, um eine Zahlungsunfähigkeit und damit verbundene Turbulenzen für die Weltwirtschaft abzuwenden.

Bis Donnerstag muss die Schuldenobergrenze in den USA angehoben werden, danach können die USA ihre Rechnungen und die Zinsen für ihre Anleihen nicht mehr zahlen. Zu Beginn der entscheidenden Woche im US-Haushaltsstreit hat sich der Führer der Demokraten im Senat, Harry Reid, vorsichtig optimistisch gezeigt, die Zahlungsunfähigkeit abwenden zu können. Er habe mit seinem republikanischen Gegenüber, Mitch McConnell, konstruktive Gespräche geführt und sei zuversichtlich, sagte Reid am Sonntagabend in Washington. Einzelheiten des Gespräches wurden nicht bekannt.

Die Verbraucherpreise in China sind im September im Jahresvergleich um 3,1 Prozent auf ein Siebenmonatshoch gestiegen. Experten hatten einen Anstieg von 2,9 Prozent erwartet. Im Vormonat hatte der Anstieg bei 2,6 Prozent gelegen. Wie das nationale Statistikamt weiter mitteilte, fielen die Erzeugerpreise im September um 1,3 Prozent im Jahresvergleich. Im August waren sie um 1,6 Prozent gefallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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