Börsen in Asien: Chinas Börse stürzt ab

Börsen in Asien
Chinas Börse stürzt ab

Der Shanghai Composite Index fällt so stark wie seit einem Monat nicht mehr. Getrieben wird der Verfall von den anhaltenden Sorgen um schwächeres Wachstum in China. In Japan atmen die Händler indes auf.

TokioAn den chinesischen Finanzmärkten rumort es wieder. Die Börse in Schanghai brach um 6,4 Prozent ein. Damit verliert der Shanghai Composite Index so viel wie seit über einem Monat nicht mehr. Etwa 400 Aktien, also mehr als ein Drittel der notierten Titel, fielen um zehn Prozent, dem täglichen Limit. Vor allem Technologie-Unternehmen sowie kleinere Firmen fuhren die kräftigen Verluste ein. Seit Jahresbeginn hat der Shanghai Composite 23 Prozent seines Wertes Verloren.

Der Component Index in Shenzhen fiel um über sieben Prozent auf 9551 Punkte. Analysten machten für den Kurseinbruch den weiterhin fallenden Ölpreis sowie Gewinnmitnahmen chinesischer Anleger verantwortlich.

Noch immer beschäftigen Meldungen über das langsamere Wachstum in der Volksrepublik die Finanzmärkte. Sorgen über die Liquidität machen sich breit und der Offshore-Yuan fiel am fünften Tag in Folge, was ebenfalls Skepsis aufbrachte.

„Der Markt ist in einem äußert fragilen Zustand, wenn jeder nur den Ausstieg sucht“, sagt Zhang Gang, Analyst er Central China Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg. Dabei sei keine der Nachrichten am Markt derzeit stark genug, um einen solchen Verfall der Kurse zu rechtfertigen. Verluste musste auch der in Hongkong basierte Hang Seng Index hinnehmen. Allerdings fiel er im direkten Vergleich deutlich weniger, um 1,6 Prozent.

Positive Kursbewegungen konnte indes die Börse in Tokio verzeichnen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg um 225 Punkte oder 1,41 Prozent auf den Schlussstand von 16.140 Zähler. Der breiter gefasste Topix verbesserte sich um 1,8 Prozent auf 1308 Zähler.

Bei den Einzelwerten zählten zunächst Sharp-Aktien zu den Gewinnern mit einem Plus von vier Prozent. Zuvor hatte die Zeitung „Nikkei“ berichtet, dass der Elektronik-Konzern die milliardenschwere Rettungsofferte des Apple-Zulieferers Foxconn angenommen habe. Im späteren Handel brach die Aktie jedoch ein. Um mehr als 21 Prozent ging es in der Spitze ins Minus.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht zu. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1033 Dollar. Zur japanischen Landeswährung gab der US-Dollar auf 112,08 Yen nach. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9895 Franken je Dollar und bei etwa 1,0902 Franken je Euro.

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