Börsen in Asien
Dicke Verluste im Bankensektor

Die Tokioter Börse bleibt kraftlos. Verluste im Bankensektor hielten den Markt auch am Dienstag im Minus. Beide großen Indizes notierten auf einem Stand, den sie seit Monaten nicht mehr berührt hatten. Die Händler halten sich vor der Entscheidung der US-Notenbank über eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik zurück.
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HB TOKIO/HONGKONG. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte konnte sich auch bis kurz vor Handelsschluss nicht wirklich zu Gewinnen aufraffen. Der Index legte um 0,06 Prozent nach auf 9 160 Punkte zu, nachdem er im frühen Handel noch bis auf 9 126 Punkte abgefallen war, ein Sieben-Wochen-Tief. Der breiter gefasste Topix-Index rutschte zwischenzeitlich unter die Marke von 800 Zählern und damit auf einen Stand, den er zuletzt vor mehr als eineinhalb Jahren im April 2009 erreicht hat. Später notierte er 0,2 Prozent schwächer bei 802 Zählern.

An anderen asiatischen Börsen dominierten ebenfalls zunächst die roten Zahlen. In Hongkong trat der Hang-Seng-Index auf der Stelle, er lag zuletzt 0,07 Prozent im Plus bei 23.669 Punkten, der Shanghai Composite in China lag 0,3 Prozent höher. In diesem Jahr hat der Nikkei bereits 13 Prozent abgegeben, der Topix zwölf Prozent. Dagegen legten der S&P in den USA sechs Prozent und der europäische FTSE vier Prozent zu.

Bankenwerte verloren streckenweise deutlich: Der Kurs des zweitgrößten Institutes des Landes, Mizuho Financial, gab 0,9 Prozent nach. Die Nummer drei, Sumitomo Mitsui sank zwischenzeitlich 1,5 Prozent. Händler vermuteten einen Rückzug europäischer Investoren hinter den Verlusten. Langfristig orientierte Anleger wie Pensionsfonds aus Europa seien offenbar dabei auszusteigen, sagten sie. Viele Investoren wollten sich aber auch einfach nicht vor der Fed-Entscheidung festlegen, die für Mittwoch erwartet wird. An diesem Tag ist die Tokioter Börse wegen eines Feiertags geschlossen.

Exportwerte wie Honda verbilligten sich um 2,1 Prozent, die Aktien des Elektronikkonzerns Sony um 1,2 Prozent. Der Chip-Hersteller Elpida Memory gehörte wegen einer Gewinnwarnung zu den Verlierern des Tages: Der Kurs gab 5,7 Prozent ab. Der Yen wurde weiterhin mit 80,74 Yen teuer zum Dollar gehandelt. Der Rekordpreis der Nachkriegszeit liegt bei 79,75 Yen und stammt von April 1995.

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