Börsen in Asien
Die Bilanzsaison treibt den Handel an

An der Börse in Tokio schauen die Anleger am Freitagvormittag auf Nachrichten aus der Wirtschaft. Starke Quartalszahlen beflügeln Nikkei und Topix. Zu den Gewinnern zählen Exportwerte.
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TokioStarke Quartalsbilanzen in den USA haben zum Wochenschluss auch an der Börse in Tokio die Stimmung der Anleger aufgehellt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte im Laufe des Vormittagshandels am Freitag 0,8 Prozent auf 18.580 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls 0,8 Prozent auf 1485 Zähler. Die Investoren seien außerdem zuversichtlich, dass die US-Regierung nun mit ihrer angekündigten Steuerreform ernst mache, sagten Händler. Unter Druck geriet nach dem Anschlag in Paris der Euro.

Gestützt von positiven Firmenergebnissen hatten sich auch die New Yorker Börsen am Vortag fester präsentiert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 20.578 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,7 Prozent auf 2355 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,9 Prozent auf ein Rekordhoch von 5916 Punkten.

Zu den größten Gewinnern in Tokio gehörten Exportwerte wie Panasonic und Honda, die beide mehr als ein Prozent zulegten.

Die Stimmung wurde Händlern zufolge durch Äußerungen von US-Finanzminister Steven Mnuchin gehoben. Dieser hatte angekündigt, dass die Regierung von Präsident Donald Trump schon bald ihre Steuerreformpläne veröffentlichen werde. "Viele Leute hatten die Sorge, dass Trumps versprochene Steuerreform gar nicht kommt", sagte Analyst Yoshihiro Okumura von Chibagin Asset Management. Anleger deckten sich mit Aktien etwa von exportorientierten Unternehmen ein, die in den vergangene Wochen unter die Räder gekommen seien.

Am Devisenmarkt war die US-Währung für 109,19 Yen zu haben. Der Euro lag bei 1,0716 Dollar. Die Einheitswährung geriet nach dem erneuten Anschlag in Paris drei Tage vor der Präsidentenwahl leicht unter Druck.

Der Schweizer Franken wurde mit 0,9987 Franken je Dollar und 1,0703 Franken je Euro gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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