Börsen in Asien
Exportdaten belasten die Kurse in China

Die Ausfuhren in China sind den jüngsten Daten zufolge zurückgegangen. Das hat die Kurse an den Börsen der Volksrepublik belastet. Dagegen haben die Aktien in Japan zugelegt.

TokioDie Börsen in Fernost sind mit unterschiedlichen Vorzeichen in die neue Handelswoche gestartet. Während in China die schwachen Außenhandelsdaten die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung dämpften und damit die Stimmung drückten, half den japanischen Börsen ein Stopp des jüngsten Yen-Anstiegs auf die Sprünge.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 16.216 Punkten. In den vorangegangenen sechs Handelstagen hatte der Leitindex deutlich eingebüßt. Der breiter gefasste Topix legte 0,6 Prozent auf 1306 Zähler zu. „Der Dollar hat sich im Mai gegenüber den asiatischen Währungen erholt", begründete Analyst Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui Asset Management die Entwicklung.

Zum Yen legte die US-Währung leicht auf 107,53 Yen zu. Davon profitierten vor allem japanische Exportwerte. So legten die Aktien des Autobauers Honda 1,6 Prozent zu. Auch das Plus bei den Ölpreisen half am Markt. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich auf 46,02 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Öl WTI kostete in der Spitze 45,51 Dollar.

Auf den anderen Aktienmärkten war die Stimmung etwas getrübter. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle. Negativ wurden die Arbeitsmarktdaten aus den USA vom Freitag bewertet. Diese waren nicht so gut wie von Experten erwartet ausgefallen und nährten Zweifel an der Stärke der weltgrößten Volkswirtschaft.

Deutlich bergab ging es an der Börse in Shanghai mit einem Minus von mehr als zwei Prozent. Der Index der 300 wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen tendierte ebenfalls mehr als zwei Prozent im Minus. Wie die chinesische Zollbehörde am Sonntag mitteilte, schrumpften die Ausfuhren im vergangenen Monat um 1,8 Prozent. Ökonomen hatten lediglich ein Minus im Vorjahresvergleich von 0,1 Prozent prognostiziert. Im März hatte es noch ein überraschendes Wachstum von 11,5 Prozent gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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