Börsen in Asien: EZB-Zinssenkung stützt Aktienmärkte in Fernost

Börsen in Asien
EZB-Zinssenkung stützt Aktienmärkte in Fernost

Aktien in Asien haben leicht zugelegt. Vor allem die jüngsten Aktionen der Währungshüter stimmten die Akteure optimistisch. Die Aktienmärkte in Tokio sind wegen eines Feiertags geschlossen.
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TokioDie Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Freitag die asiatischen Börsen gestützt. Der Handel war allerdings gedämpft, weil die Finanzmärkte in Japan feiertagsbedingt geschlossen blieben. Sie öffnen erst wieder am Dienstag. Der Euro notierte behauptet mit 1,3073 Dollar nach 1,3065 Dollar im späten US-Handel am Donnerstag.

Die EZB reduzierte am Donnerstag den Leitzins für die Euro-Zone wie weitgehend erwartet um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi schloss eine weitere Zinssenkung nicht aus und betonte: "Wir sind zum Handeln bereit."

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny ergänzte am Freitag im österreichischen Rundfunk: "Was wir machen können, ist, dass wir die Geldversorgung erleichtern. Wir haben auch erklärt, dass wir für längere Zeit an dieser Politik niedriger Zinsen festhalten wollen." An den Märkten wurde im Tagesverlauf auch eine Zinssenkung der indischen Notenbank erwartet.

Marktanalyst Lee Jae Hun von Mirae Asset Securities sagte dazu: "Der Schritt der EZB ist ein Signal dafür, dass die Regierungen die ökonomischen Probleme angehen. Das weist auf weitere Konjunkturstimuli hin und ist positiv für die Stimmung." Der MSCI-Index für asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans legte 0,25 Prozent zu. Der australische Aktienmarkt gewann 0,1 Prozent.

Der Kurs der Bank Westpac legte nach Mitteilung eines überraschend hohen Gewinns zwischenzeitlich um zwei Prozent zu und erreichte damit einen Börsenwert von umgerechnet 84 Milliarden Euro. Das war mehr als Barclays und Deutsche Bank gemeinsam erreichen. Später rutschten Westpac ins Minus.

Der Euro hat am Freitag in Fernost etwas höher notiert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3075 Dollar nach 1,3065 Dollar im späten US-Handel. Nach der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag war der Euro zunächst gesunken.

Die EZB reduzierte den Leitzins für die Euro-Zone wie weitgehend erwartet um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi schloss eine weitere Zinssenkung nicht aus und betonte: "Wir sind zum Handeln bereit."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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