Börsen in Asien
Kurse steigen vor der EZB-Sitzung

Vor der EZB-Sitzung orientieren sich die Börsen in Asien an positiven Vorgaben der Wall Street. Enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan lassen die Anleger kalt.
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TokioDie Rekordjagd an der Wall Street hat auch den Aktienmärkten in Fernost weiteren Auftrieb gegeben. Die Aussicht auf ein Konjunkturprogramm des künftigen US-Präsidenten Donald Trump schüre noch immer Optimismus, sagten Händler. Doch nicht nur in den USA, sondern auch in Asien und Europa fanden die Investoren am Donnerstag Grund zur Zuversicht.

So signalisierte ein überraschender Anstieg der chinesischen Exporte, dass sich die jahrelang erfolgsverwöhnte Wirtschaft der Volksrepublik nach ihren jüngsten Rückschlägen stabilisiert. Auch die Erwartung, dass die EZB bei ihrer Sitzung im Tagesverlauf ihr Anleihe-Kaufprogramm über März 2017 hinaus verlängern wird, brachte den Handel in Schwung.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 1,5 Prozent höher auf 18.765 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 1,3 Prozent im Plus. Die südkoreanische Börse notierte fast zwei Prozent höher, was vor allem auf einen Höhenflug der Samsung -Aktie zurückgeführt wurde. Investoren wetteten auf den Erfolg neuer Produkte des Smartphone-Herstellers. Gegen den Trend in der Region gab der Markt in Shanghai leicht nach.

Insgesamt aber prallten negative Entwicklungen in Wirtschaft und Politik an den Aktienmärkten weitgehend ab. So nahmen die Anleger schwächere Konjunkturdaten aus Japan unbeeindruckt hin. Die Regierung revidierte die Zahlen für das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal deutlich nach unten.

Auch das gescheiterte Verfassungsreferendum in Italien und der Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi konnten die Investoren nicht aus der Ruhe bringen. Dabei blickt die Ratingagentur Moody's pessimistisch auf das Euro-Land: Wegen der hohen Schuldenlast senkten die Bonitätswächter ihren Ausblick auf "negativ" von zuvor "stabil". Die Investoren setzten zudem auf eine erfolgreiche Sanierung der angeschlagenen Banken des Landes.

Der Euro legte leicht auf 1,0762 Dollar zu. Der Schweizer Franken lag zum Euro ebenso wenig verändert bei 1,0840 wie auch zum Dollar bei 1,0066. Ein Dollar wurde mit 113,53 Yen bewertet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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